Hörerpostsendung am 09. September 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Was bringt der Hörerbriefkasten am 2. Septembersonntag? Wenn Sie es wissen möchten liebe Hörerfreunde, dann müssen Sie natürlich am Empfänger bleiben. Es ist wieder Briefpost aus Deutschland eingegangen, Danke an alle, die geschrieben haben.

Viel hatte der gute Postbote nicht zu tragen, aber immerhin zeigte der Inhalt seines Päckchens, dass einige unserer lieben Hörerfreunde auch im Urlaub an uns gedacht haben.

Wir rechnen Ihnen das hoch an, seien Sie sich dessen sicher, denn nichts ist selbstverständlich auf dieser Welt – und schon gar nicht ist es selbstverständlich im Urlaub an die deutsche Redaktion von IRIB-ParsToday zu denken. Wir begrüßen Sie heute herzlich mit ein paar Takten Musik und dann gehts zur Sache.

 

Zuallererst der Hinweis, dass seit Mitte letzter Woche unsere Mailbox von germanradio ein Problem hat. Hörerfreund Joachim Thiel hat uns dankenswerter Weise auch darauf hingewiesen, und dafür unsere Mailadresse hgrradio@gmail.com genutzt. Er schrieb:

„Guten Tag,leider kam mein Empfangsbericht direkt aus Iran mit nachfolgender Fehlermeldung zurück, sodass ich Sie bitte, den Empfangsbericht # 904 weiter zu leiten. Vielen Dank.Joachim Thiel – Wuppertal“

Vielen Dank lieber Herr Thiel, es ist gut, dass Sie auch unsere zweite Mailadresse parat hatten.

Für den Empfang vom 4. September gab Herr Thiel übrigens SINPO-Werte von 4 und 5 an – gut, dass wir von dieser positiven Entwicklung erfahren haben.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir in den letzten Tagen die germanradio-Mailbox nicht öffnen konnten und heute auf ganz aktuelle Mails nicht eingehen können. An der Sache wird gearbeitet, und der Fehler wird hoffentlich bald behoben sein.

Jetzt holen wir aber die schönen Ansichtskarten heraus und verraten, wer sie an uns geschickt hat.

 

„Hallo liebe IRIB-Redaktion, german Redaktion.

Herzliche Urlaubsgrüße aus Nordwest-Polen sendet Familie Dieter und Iris Leupold.

Das Wetter ist wolkenlos und bis 30° an der Ostsee.

Der Empfang auf 9850 kHz ist gut. Wir haben Hotel mit Seeblick.

Mit freundlichen Grüßen Dieter und Iris.  

Die Karte von den Leupolds zeigt schöne Ansichten von Meer und Strand und die Briefmarke eine Lilienblüte. Die Briefmarke kostete übrigens 6 Zloty, das entspricht  etwa einem Euro und 40 Cent, dass sind 50 Cent Porto mehr als von Deutschland. Geschrieben wurde die schöne Ansichtskarte am 6. August in Misdroy und schon am 25. August bekam sie einen Stempel  von der iranischen Poststelle, ging doch ganz schnell – meinen Sie nicht auch!

Von der Ostsee kommen wir nun zur Nordsee, da hat nämlich unsere Hörerfreundin Martina Pohl Urlaub gemacht. Sie schickte uns eine Karte mit schönen Ansichten von der dänischen Insel Rømø: 

„Liebe deutschsprachige Redaktion,

herzliche Grüße aus Dänemark senden Euch Martina und Bernd.

Das Wetter ist sehr schön, viele Camper sind unterwegs.“

In Iran wurde die Karte am 31. Juli abgestempelt,  das Datum des deutschen Poststempels, wo die Karte in Husum aufgegeben wurde, ist leider nicht lesbar.

Rømø  ist übrigens die südlichste dänische Wattenmeerinsel und liegt 3 Kilometer nördlich von Sylt. Diese Insel ist mit ihrem bis 4 Kilometer breiten befahrbaren Sandstrand ein beliebtes Ferienziel. Hier findet man den gößten Sandstrand Nordeuropas, der im Sommer von Autos und Campingfahrzeugen übersät ist und auch als „Europas größter Parkplatz“ bezeichnet wird. Frau Pohl hat es ja schon geschrieben: Viele Camper sind unterwegs.“

Einst war diese Insel sogar zweigeteilt und der südliche Teil gehörte von 1544 gut 300 Jahre zu Dänemark, der Nordteil der Insel (Norderland) hingegen unterstand dem Schleswigschen Herzog, gehörte also zu Deutschland.

Ob die Pohls auch den im Norden der Insel zu bestaunenden Rest eines Zaunes aus Walunterkieferknochen aus dem Jahr 1772 gesehen haben? Er ist der einzige erhaltene Fischbeinzaun auf den dänischen und nordfriesischen Wattenmeerinseln.

Dank dem interessanten Urlaubsziel unserer Hörerfreunde aus Überlingen haben wir auch heute wieder viel Interessantes hinzugelernt.

 

Die nächste Ansichtskarte kam aus Deutschland und zeigt die schönen Landschaften des Bayrischen Waldes rund um den Großen Arber  mit  1456 m Höhe.

„Herzliche Urlaubsgrüße aus dem schönen Bayrischen Wald senden Euch Eure Hörerfreunde aus Gera, Ute und Michael Lindner. Sind hier mit unserem Enkel Filip, der uns sehr viel Freude bereitet. Leider keine Zeit um IRIB zu hören. Tschau“

Zum Kurzwelle-Hören hatten die Lindners diesmal keine Zeit, ist ja auch verständlich wenn man mit einem lieben Enkelkind unterwegs ist, das die ganze Aufmerksamkeit abverlangt. Zum Glück hat aber die Zeit für eine Ansichtskarte gereicht. Sie traf übrigens laut Poststempel am 3. September in Teheran ein.

Wir danken den Lindners für diesen schönen Feriengruß.

Hier haben wir jetzt noch eine schöne Ansichtskarte, die kommt aus der Schweiz und zeigt die Abendstimmung an der Limmat. Auf der Rückseite steht:

„Mit freundlichen Grüßen Kurt Rüegg“ 

Bei dieser Post war uns einiges neu und unbekannt, und wir mussten uns erst schlau machen. Aus dem Internet erfuhren wir, dass die Limmat den Hauptzufluss des Zürichsees bildet und über Herrn Rüegg erfuhren wir mehr aus seinem beigelegten Schreiben.

 

„Küsnacht den 16. August 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Mittwoch den 15.August 2018 nutzte ich nach sehr langem Unterbruch wieder einmal die Gelegenheit, um auf Kurzwelle nach interessanten Stationen und Sendungen zu suchen.

Das Glück wollte es, dass ich um 17.20 Uhr UTC die Frequenz Ihrer Station einstellte und so Ihr deutschsprachiges Programm bis zum Schluss um 18.20 Uhr UTC verfolgen konnte.

Für Ihre Kontrolle habe ich nachfolgend ein paar Stichworte der gehörten Sendung aufgelistet. ....

Die Sendung war in akzeptabler Qualität zu empfangen, wenn auch manchmal unangenehme atmosphärische Störungen vorhanden waren und so bewerte ich die Sendung nach SINPO-Code folgendermassen: 3-4-3-3-3

Empfangen habe ich die Sendung im 41m-Band auf 7300 kHz von 17.20 bis 18.20 Uhr UTC. Als Empfangsgerät benutzte ich mein bald 40-Jahre altes, tragbares Kofferradio der Marke „Grundig Satellit 3400 Professional“, ein Doppelsuper, bei welchem zusätzlich zum normalen, durchgehenden Kurzwellenbereich alle Bänder von 11m bis 49m extrem gespreizt anwählbar sind und auch BFO/SSB vorhanden ist. Das Gerät ist ausgestattet mit 9  IC’s;   51  Transistoren;  24  Dioden; 12 Stabilisatoren und 5 Thyristoren. Empfindlichkeit AM ca. 1,5 uV.

Als Antenne verwendete ich die eingebaute überlange Geräte-Teleskopantenne.

Es wäre eine grosse Freude für mich, wenn Sie mir diesen Empfangsbericht mit einer QSL-Karte bestätigen würden, und ich hoffe, Ihren Sender wieder gut empfangen zu können.

Mit freundlichen Grüßen aus Küsnacht bei Zürich Kurt Rüegg“

 

Ein neuer Hörer aus der Schweiz hat sich gemeldet – das ist natürlich immer eine große Freude für uns, wenn wir frischen Wind in unsere Hörerrunde am Sonntagabend bekommen.

Wir danken Herrn Rüegg, dass er sich gemeldet hat.

Sein Bericht enthält viel Hobby-Fachlatein, dass seinen DX-Kollegen sicher keine Probleme bereiten wird und für sie interessant sein dürfte.

Für uns alle noch der Hinweis, dass der Wohnort Küsnacht von Herrn Rüegg nicht mit dem Küssnacht, dass die meisten von uns wohl aus Schillers Drama ‚Wilhelm Tell‘ kennen, zu verwechseln ist. Unser neuer Hörer kommt also durch keine „hohle Gasse“ auf dem Weg zu seinem Wohnort. Dafür liegt sein Küsnacht an der sogenannten „Goldküste“, und diese Gemeinde wurde 2006 als „lebenswerteste Stadt der Schweiz“ eingestuft.

Wie dieser Landstrich zu seinem Namen „Goldküste“, dafür läßt sich heutzutage schnell im Internet eine Erklärung finden. Es heißt da:

Als Goldküste wird in der Schweiz das untere rechte Zürichseeufer bezeichnet. Der Name Goldküste soll aber neueren Datums sein, auch wenn es Namen wie Goldhalde in Zollikon oder Goldbach als Ortsteil von Küsnacht gibt. Der Name entstand Mitte des 20. Jahrhunderts und bezieht sich wohl auf die wohlhabenden Einwohner und das hohe Steuereinkommen. Und der goldene Glanz des Ufers in der Abendsonne passt auch dazu.

Ein weiterer Briefumschlag mit Karte und Empfangsberichten drin kam aus Grafing und statt einer Urlaubsansichtskarte ist bei Herrn Schubert wieder eine Meerschweinchenkarte dabei und darauf schrieb er am 14. August:

„Hallo nach Teheran, anbei meine Empfangsberichte der letzten vier Monate, meine Hobbyaktivitäten haben nachgelassen, aber ich bin noch da!

Schöne Grüße Werner Schubert“

Das Sie noch da sind, das ist die Hauptsache. Danke für die Empfangsberichte von April, Mai, Juni und Juli mit weiterhin leider nur sehr durchwachsenen SINPO-Werten. Wenn der Empfang besser wäre würde Herr Schubert wahrscheinlich auch lieber seinem Hobby nachgehen. Auf jeden Fall wünschen wir alles Gute in diese und alle anderen Richtungen Ihres Lebens, lieber Hörerfreund. Hoffentlich hatten Sie einen schönen Geburtstag.

 

Eine Grußkarte mit einem Blumengemälde eines französischen Malers aus dem 19. Jahrhundert enthält den Empfangsbericht von unserem Hörer Peter Lehmann aus Greiz.

Der Empfangsbericht ist vom 5. August und es gab die SINPO-Werte 4 und 5. Dazu schrieb Herr Lehmann:

„Ihre Beiträge und Nachrichten sind immer aktuell und auf jeden Fall glaubwürdig. Deshalb schalte ich Ihren Sender ein.

Die beigelegten Briefmarken sind für die Kinder.

Ich bitte um die Zusendung einer QSL-Karte.“

Das ist nett, dass Sie auch an die Briefmarkensammler denken. Vielen Dank auch für die positive Einschätzung unserer Arbeit. Darüber freuen wir uns.

Hörerfreund Peter Möller in Duisburg hatte nicht so viel Glück mit dem Empfang und bescheinigte uns für die Sendung am 15. Juli nur SINPO-Werte von 1,2 und 3. Er hat sich dann viel Mühe gemacht, um doch noch den Inhalt zu verstehen und schrieb:

„Hallo an die deutsche Redaktion von IRIB.

Die Sendungen sind in den letzten Wochen auf der Kurzwelle (7300 und 9850 kHz) nur sehr schwierig hörbar. Daher bin ich wieder mal ins Internet-Cafe gegangen und habe mir die Sendung vom 15.07.2018 auf meinen USB-Stick heruntergeladen. Dann habe ich zuhause das auf der Kurzwelle verstandene mit der Sendung aus dem Internetcafe abgeglichen.“

Dankeschön Herr Lehmann für die gemachte Mühe und einen weiteren Empfangsbericht noch vom Juni.

 

Besser getroffen mit dem Empfang haben es die beiden nächsten Einsender, und zwar Ulrich Wicke und Johann Ruff.

Herr Wicke hörte uns in Felsberg am 8. August mit SINPO 4:

„Liebe Freunde,

vielen Dank für die QSL-Karte für den Bericht vom 28.03., die heute bei mir ankam. Anbei ein neuer Empfangsbericht. Gehört habe ich Euch mit einem ca. 50 Jahre alten Kofferradio.

Bedauerlich finde ich die neuen US-Sanktionen gegen Euer Land. Interessant Euer heutiger Kommentar zum Anschlag auf den venezolanischen Präsidenten.

Die deutschen Leitmedien waren sich ja sehr schnell einig gewesen.

Euer Ulrich Wicke“

 

Die Empfangsberichte, die uns Johann Ruff aus Mühlheim zugeschickt hat, sind von Ende April bis Anfang Juli.

Am 16. Juli schrieb er dazu:

 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei ein paar Empfangsberichte über das deutschsprachige IRIB-Programm. Die KW-Sendungen waren hier befriedigend auf der 9850 kHz und etwas schlechter auf der 7300 kHz hörbar.

Sicher ist die Empfangsqualität mit einem hochwertigeren Empfänger etwas besser.

Interessant finde ich immer die Nachrichten aus der Region, etwas mehr würden mich auch mehr Berichte aus der iranischen Innenpolitik interessieren.

In den deutschen Medien wird ja sehr unterschiedlich über den Iran berichtet. Zum Beispiel ZDF-Videotext: Massenhinrichtungen im Iran“ (IS-Terroristen wurden aufgehängt.)

Eine andere Woche wurde berichtet, dass in Japan die 7 Terroristen die einen Giftgasanschlag ausgeübt hatten im Gefängnis gehängt wurden, also kein Wort von „Massenhinrichtung“.

Herr Ruff hat recht, die Berichterstattung ist nicht objetiv, besonders auch nicht über Iran. Das hat politische Gründe und da ist die Devise meist auf eine negative Berichterstattung in Zusammenhang mit Iran ausgerichtet. Das ist ein weites Feld, das über unseren Rahmen der Hörerpostsendung hinaus geht, deshalb gehen wir da nicht noch näher darauf ein. Aber mit unseren Sendungen, Nachrichten und Interviews versuchen wir immer dagegen anzusteuern.

Herr Ruff hat im Anhang seines Schreibens noch eine Frage:

„P.S. Sollte nicht einmal eine Broschüre über 50 Jahre „deutsches Programm“ veröffentlicht werden? Oder hatte ich es falsch verstanden? Oder ist das Projekt am Geldmangel bei  IRIB gescheitert.

Mit freundlichen Grüßen Johann Ruff“

 

Das Gedächtnis von Herrn Ruff funktioniert gut, das können wir ihm hiermit bestätigen, und falsch verstanden hat er auch nichts. Seine zweite Vermutung „Oder ist das Projekt am Geldmangel bei IRIB gescheitert?“ trifft schon eher zu.

Allerdings müssen wir den Geldmangel als indirekten Grund nennen, denn in erster Linie ist es fehlendes Personal, was aber indirekt auch mit Geldmangel zu tun hat und dadurch ausbleibenden Neueinstellungen.

Trotzdem sehen wir das 50-Jahre-Projekt noch nicht als gänzlich gescheitert an und wollen es auch noch nicht vollkommen begraben. Die Zeit wird zeigen, wie es damit weiter geht.

Die Zuschriften aus Deutschland bzw. Europa von der letzten Postzustellung sind nun alle vorgelesen und nun geht es bei uns mit dem abschließenden Musikstück der heutigen Sendung weiter.

Möge Ihnen das Glück in der kommenden Woche hold sein und Ihre Gesundheit stabil, damit alle sich beim nächsten Hörerposttreffen gesund einfinden können.

Heute ist uns kein Geburtstagskind in der Hörerschaft bekannt, deshalb gratulieren wir pauschal allen, die in dieser Woche Geburtstag haben – Herzlichen Glückwunsch.

Und außerdem Khoda hafez – Gott schütze Sie!

Sep 11, 2018 09:16 CET
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