• Anlässlich der Woche der Einheit: Die Saudis verhindern Einheit der Islamischen Welt

Die Saudis und Wahhabiten sind ein wichtiges Hindernis für die Einheit der Islamischen Welt. Sie bezeichnen sich als Hüter der Heiligen Stätten und als Realisator der Islamischen Gebote und sogar als Verfechter der Einheit. Aber in der Praxis handeln sie genau im Gegensatz zu ihren Parolen. Heuchler handeln auch nicht anders.

Seit eh und je ist die Einheit der Islamischen Welt  ein Wunsch der Muslime. Durch eine solche Vereinigung kann die Brüderlichkeit der Muslime aller Rechtsschulen und Völker gefestigt werden und wegen ihr werden die Feinde nicht wagen, die islamischen Länder anzugreifen. Aufgrund ihrer  gewaltigen Wirkung wird die Einheit im Koran und in den Überlieferung ausdrücklich betont. In der Sure Ale Imran, (Sure 3) fordert Gott im Vers 103 die Muslime auf, sich alle an dem Haltetau Gottes  festzuhalten und nicht auseinander zugehen. Die Korankommentatoren sehen in dem Haltetau Gottes alles, was die Islamische Weltgemeinde vereint und festigt, wie der Islam, der Erhabene Prophet (Gottes Segen sei auf ihm und Friede seinem Hause), sein Haus - die Ahl-i Bait - sowie der Koran.  Trotz all dieser vorhandenen Voraussetzungen für die Vereinigung und Einheit  der Anhänger des Islams und trotz der Bemühungen von Religionsgelehrten und engagierten aufgeklärten Persönlichkeiten  können die Muslime noch nicht die vom Islam geforderte Einheit und Geschlossenheit erzielen.  Dies liegt an den teilweise miteinander verknüpften internen und externen Hindernissen auf dem Weg zur Vereinigung der Islamischen Welt . 

 

Die externen Faktoren der Zwietrachtstiftung sind die Regierungen und Gruppen,  die gegen den Islam selber sind und danach streben, die Muslime aufgrund ihrer internen Meinungsverschiedenheiten auseinander zu bringen. Aber die internen Hindernisse für die Einheit der Islamischen Welt sind noch ausschlaggebender.  Hindernisse wie Unwissenheit, Fanatismus,  falsches Denken, Desinformation  und Heuchelei. Leider verhalten sich  einige Regierungen und Gruppen innerhalb der Islamischen Welt, bewusst oder unbewusst,  auf eine Weise, dass es zum Konflikt zwischen den Muslimen führt  und sie den Feinden des Islams dienen.  Eine der wichtigsten Gruppen, die in der Islamischen Welt Zwietracht erzeugt, ist die Wahhabitische Sekte.  Diese Sekte konnte nach der Koalition zwischen ihrem Begründer Muhammad Ibn Abdul Wahhab und den Saudis im 18. Jahrhundert erstarken  und die Wahhabiten begannen   sofort ihre spalterischen und gewaltsamen Maßnahmen .  Innerhalb kurzer Zeit wurden die Städte auf der arabischen Halbinsel so auch die Pilgerstädte  Mekka und Medina von den Wahhabiten  gestürmt . Sie haben sogar die Pilgerstädte Karbala und Nadschaf in Irak angegriffen. 

Das wahhabitische Denken weist erhebliche Unterschiede zu den Überzeugungen der anderen islamischen  Rechtsschulen auf. Die Wahhabiten betrachten es als Götzentum, wenn jemand die Großen der Religion, selbst wenn es der Erhabene Prophet (S) ist, um Fürsprache bittet und  lehnen es ab, dass jemand zu den Ruhestätten der Freunde Gottes pilgert.  Diese Sekte mit ihrem versteinerten Denken bezeichnet es außerdem in zahlreichen Fälle als Verstoß gegen die Religion, Zeichen und Praktiken der modernen Zivilisation zu verwenden.  Doch sie hat im Laufe der Zeit in der Praxis sich von dieser Auffassung abgekehrt. 

Es gibt natürlich zwischen den islamischen Glaubensgruppen und Rechtsschulen unterschiedliche Meinungen aber dies ist kein Grund für einen Streit unter den Muslimen und berechtigt nicht zur Gewaltanwendung, denn es lässt sich wegen der zahlreichen gemeinsamen Grundsätze eine Einheit erzielen, wenn die  durch die Rechtsschulen entstehenden sekundären Überzeugungsunterschiede  außer Acht gelassen werden. Aber die Wahhabiten sind fanatisch eingestellt und  irrational  und betrachten daher nur die eigene Meinung   als richtig. Unterdessen hat der Prophet des Islams (S) doch gesagt:  "Wer die Menschen zum blinden Eifer aufruft, gehört nicht zu uns und wer aus blindem Eifer Krieg führt, auch nicht und ebensowenig jemand der als Fanatiker stirbt."  Doch gemäß der extremen Lehre der Wahhabiten ist jeder, der diese Sekte nicht akzeptiert, ein Götzenanbeter (Muschrik)  und soll bekämpft werden.  Diese abwegige Sekte denkt also,   dass sie mit Gewalt den anderen ihre Überzeugung aufzwingen müsse.  Die muslimische Allgemeinheit akzeptiert aber nicht die wahhabitischen Ansichten, da diese einer festen Grundlage entbehren.

einige der wichtigsten Vertreter des Wahhabismus  

 

Nach Entdeckung von Erdöl auf der Arabischen Halbinsel und der Aneignung des  riesigen Öleinkommens seitens dem Clan der Saudis standen den  Wahhabiten auch reichlich finanzielle Mittel zur Verfügung um ihren Einfluss auszudehnen.  Die Saudis begannen in verschiedenen Ländern Lehrstätten für ihre besonderen Ansichten von der Religion zu gründen, um  Leute auszubilden, die wahhabitisch denken und sich gegen die anderen islamischen Rechtsschulen richten.  Die Saudis gründeten außerdem überall auf der Welt unter  großem Kostenaufwand   Zentren für ihre  wahhabitische Propaganda.  Nach Einführung neuer Kommunikationstechnologien  haben sich die Wahhabiten, die doch angeblich die Praktiken und Formen der Zivilisation als im Widerspruch zum Religionsgesetz betrachten, sofort der modernen Medien wie Rundfunk, Fernsehen, Satelittenprogramme und Internet bedient,  für ihre haltlose Lehre geworben und unter den Muslimen Zwietracht erzeugt.  Das hohe Erdöleinkommen der Saudis  erlaubte ihnen, Riesensummen in dieses Vorhaben zu investieren. 

Die Saudis haben immer noch Gewalt und Krieg auf der Tagesordnung stehen und ihre Propaganda  schürt Konflikte  in der Islamischen Welt. Seit Jahren rufen sie zahlreiche takfiristische Gruppen aufs Parkett , die alle die gleichen Merkmale aufweisen: Sie sind fanatisch, starrsinnig, feinden andere Muslime an und vergießen das Blut von Unschuldigen.  Zu diesen takfiristischen Terrorgruppen, die die wahhabitischen Ansichten befolgen gehören:  Al Kaida in Afghanistan, Boko Haram in Nigeria, Daisch( IS) und Al-Nusra-Front in Irak und Syrien,  Al-Shabab in Somalia und weitere ähnliche Gruppen in Libanon, Libyen, Ägypten und Afghanistan. Diese erzeugen in  Wahrheit in Vertretung der  Saudis  Zwietracht, Krieg und Gewalttätigkeit in der Islamischen Welt. In den beiden muslimischen Ländern Syrien und Irak haben die Saudis unter Einsatz ihrer takfiristischen Gruppen (die andersdenkende Muslime exkommunizieren und umbringen)  der muslimischen Bevölkerung  einen verheerenden Krieg auferlegt und Hunderttausende  sind dem Feuer dieses Übels zum Opfer gefallen.  Bei Terrorangriffen der takfiristischen Gruppen sind außerdem Tausende in Pakistan, Afghanistan, Ägypten, Libyen und Libanon und sogar Bürger in einigen europäischen Ländern getötet worden. 

Daisch (IS-Terrormiliz) - die von den Saudis unterstützte Terrorgruppe, die zahllose Verbrechen in Syrien und Irak begangen hat

 

Das saudische Regime begnügt sich jedoch nicht mit den  Verbrechen der von ihm unterstützten Gruppen. Es führt auch selber Krieg. Seit mehr als zweieinhalb Jahren  ist die unschuldige Bevölkerung von Jemen brutalen Angriffen der saudischen Armee ausgesetzt. Zehntausende  Jemeniten haben bereits bei den saudischen Luftangriffen ihr Leben verloren oder wurden verletzt. Aufgrund der erzeugten Blockade auf dem Festland und zur See leiden die Menschen in Jemen unter großer Armut und ansteckenden Krankheiten wie Cholera.  Die Saudis haben sich auch in Bahrain zur Unterstützung der Diktatur der Ale Chalifa militärisch eingemischt und bei der Niederschlagung der Freiheitskämpfer in diesem Land mitgewirkt. Es fällt auf, dass diese Länder nicht nur zur Islamischen Welt gehören sondern auch arabisch sind.  Die Saudis haben anscheinend vor durch Zwang und wahhabitische Gewalt, der arabischen Welt ihre  Führung aufzuerlegen. Durch ihr Vorgehen haben sie jedoch unter den Arabern gespaltet.  

Das wichtigste Merkmal der Saudis, welches ihre Heuchelei und ihren Dienst gegenüber den Islamfeinden offensichtlich werden lässt, ist ihre völlige Befolgung der USA, dem Hauptfeind der Islamischen Welt . Die Saudis sind zuerst von England und danach von den USA unterstützt worden.  Washington unterstützt die spalterischen und feindlichen Strategien der saudischen Herrscherfamilie. Es hilft ihm sogar bei dem Massaker an der jemenitischen Bevölkerung  durch Militärausrüstung und auf politischer und agitatorischer Ebene.  Die Politik der Saudis erinnert an den Inhalt der  Verse 138 und 139 der Sure Nisa (4) , nämlich:

 

"Verkünde den Heuchlern, dass es für sie schmerzhafte Strafe geben wird,

(sie,) die die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren und nahen Freunden nehmen. Begehren sie (etwa) Macht bei ihnen (zu finden)? Gewiss, alle Macht gehört Gott."

اتحاد سعودی - آمریکا

 

Eine weitere Form der Freundschaft mit den Feinden des Islams, die in  jüngster Zeit offensichtlich wurde,  ist die Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime. Natürlich war schon vorher über die versteckten Beziehungen zwischen den Saudis und dem Besatzerregime von El-Qods einiges bekannt geworden. Doch inzwischen geben beide Seiten selber eine solche Zusammenarbeit zu. Mosche Jaalun,  ehemaliger Kriegsminister des zionistischen Regimes hat  gesagt: "Es ist kein Zufall, dass Adel Al Dschubair (der Außenminister Saudi-Arabiens) auf Arabisch das gleiche sagt, wie wir auf Hebräisch. "  Unterdessen haben die Saudis Jahre lang so getan, als ob sie die Unterstützer des palästinensischen Volkes   und die Feinde der zionistischen Besatzer wären.  Diese Freundschaft und Zusammenarbeit der Saudis und Zionisten erinnert an die Zusammenarbeit der Juden und Heuchler bei der Bekämpfung des Propheten und der Muslime in der Frühzeit des Islams. 

Die Freundschaft zwischen den Saudis und Israel

Dazu kommt dass die Saudis die Islamische Republik Iran als ein Hindernis bei der Vorantreibung ihrer spalterischen Pläne und ihre expansionistischen Ziele betrachtet. Sie feinden Iran heftig an und stehen ihm gegenüber mit den USA und dem zionistischen Regime im Bund.   Sie geben viel Geld aus, um die Zusammenarbeit der reaktionären arabischen Regimes zu gewinnen. Diese Politik der Saudis ist ihr klarster Zwiespalt stiftender Akt in der Islamischen Welt, der der Islamischen Weltgemeinde nur schadet.

Jedenfalls ist nicht daran zu zweifeln, dass die  Saudis und Wahhabiten entscheidend die Vereinigung in der Islamischen Welt verhindern. Sie bezeichnen sich als Hüter der Heiligen Stätten und als Realisator der Islamischen Gebote und sogar als Verfechter der Einheit.   Aber in der Praxis handeln sie genau im Gegensatz zu ihren Parolen. Heuchler handeln auch nicht anders.

Es sind die, über deren Behauptungen der Koran in der Sure Baqara, Vers 11 und 12 sagt: 

"Und wenn man zu ihnen sagt: „Stiftet nicht Unheil auf der Erde!“ sagen sie: „Wir sind ja nur Heilstifter“.

"Dabei sind doch eben sie die Unheilstifter, nur merken sie nicht."

 

Die externen Feinde der Einheit in der Islamischen Welt sind konkret erkennbar und die Muslime wissen, wie sie mit ihnen umgehen sollen, aber es ist schwieriger die Betreiber von Spaltung , die sich als Muslime ausgeben, zu erkennen und zu bekämpfen.  Daher hat der Prophet des Islams gesagt: "Ich hege hinsichtlich meines Volkes keine Besorgnisse was die Gläubigen und auch nicht was die Götzenanbeter betrifft.  Denn den Gläubigen schützt Gott durch seinen Glauben und den Götzendiener vernichtet er wegen seiner Götzenanbetung. Aber ich fürchte für euch wegen den zungenfertigen Heuchlern, die gemäß euren Überzeugungen sprechen und im Gegensatz zu dem handeln, an was ihr glaubt." 

 

Dec 02, 2017 05:35 Europe/Berlin
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