Am 6. Dezember, an dem dieses Jahr der Geburt des Propheten (s)und seines Nachkommen Imam Sadiq (a.s.) gedacht wurde hielt Ajatollah Khamenei vor Verantwortlichen der Staatsordnung, Botschaftern Islamischer Länder und den Teilnehmern an der internationalen Konferenz für Islamische Einheit eine Ansprache. In dieser Ansprache verwies Ajatollah Khamenei unter anderem auf das Thema Al-Quds .

Anlässlich des gesegneten Jahrestages der Geburt des Propheten Mohammad (Gottes Segen sei auf ihm und Friede seinem Hause) und dem 6. Imam der Schiiten Dschafar Sadiq (Friede sei mit ihm) empfing Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei am Mittwoch, dem 6. Dezember 2017 die Vorsitzenden der drei Regierungsgewalten und eine Reihe von Verantwortlichen der Staatsordnung, sowie die Botschafter islamischer Länder  und die Gäste der 31. Internationalen Konferenz für Islamische Einheit.  Zu Beginn gratulierte er zu dem freudigen Anlass der Geburt des Letzten Gesandten Gottes und Seines edlen Nachkommens und hoffte, dass dieser gesegnete Tag  die Islamische Weltgemeinde erneut auf den leuchtenden Weg des Propheten aufmerksam macht. Er machte ebenso wichtige Äußerungen über die aktuelle Lage in der Islamischen Welt und zum Thema Al-Quds. 

Treffen der Verantwortungsträger der Staatsordnung und Gäste der Konferenz für die Islamische Einheit mit dem Revolutionsoberhaupt 

 

Ajatollah Khamenei sagte dass der Letzte der Propheten - Prophet Mohammad (S) -  vom Koran als eine Barmherzigkeit für alle Weltbewohner bezeichnet wird,  und erklärte:  "Die  segensreiche Existenz des Propheten ist eine Barmherzigkeit gewesen. Diese  ist  auf die Anhänger dieses Edlen übergegangen und geht (ebenso) auf die über, die seinem Weg folgen und seine Rechtleitung akzeptieren. Auch sie umfasst die  Barmherzigkeit Gottes  ... Das ist eine göttliche Verheißung, die mit Gewissheit erfüllt werden wird.

Gott hat im Koran wie folgt in der Sure 7, Araf, in den Versen 156 und 157 gesprochen:

`...Meine Barmherzigkeit umfasst alles. Ich werde sie für die bestimmen, die gottesfürchtig sind und die Zakatabgabe entrichten und die an Unsere Zeichen glauben, die dem Gesandten, dem schriftunkundigen Propheten, folgen, den sie (namentlich) bei sich in der Thora und im Evangelium aufgeschrieben finden. ...`" 

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution bekräftigte dass der Prophet die Menschheit aus den Ketten befreit hat, die sie an der Weiterentwicklung  hindern,  von der Spiritualität fernhalten  und ihr Leben vergällen. Ajatollah Khamenei  führte einige Beispiele für die Dinge, welche die Menschen anketten an - wie das Unrecht der Mächte,  die Arroganz der Gewaltsamen , die Klassenunterschiede sowie  eine ungerechte, hochmütige  aristokratische Haltung.  Er betonte, dass  auch heute die Menschen den Weg des Propheten fortsetzen und sich von diesen Ketten befreien können, indem sie  tapferen Widerstand leisten und standhaft bleiben.

Ajatollah Khamenei vor den Gästen der 31. Internationalen Konferenz für Islamische Einheit 

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution verwies auf die großen Intrigen, die heute seitens der globalen Mächte gegen die Islamische Weltgemeinde im Gange sind. Er bekräftigte, dass man sich gegen diese Umtriebe wehren und sie vereiteln kann. Gestützt auf das Beispiel des Propheten Moses (a.s.) und des Pharaos im Koran, sagte er: "Der Pharao war im Vergleich zu Moses eine überlegene Macht und verfügte über großen Reichtum und Möglichkeiten, während Moses ihm alleine gegenüberstand.  Daher bat Moses Gott (gemäß Vers 88, Sure 10 (Yunus):   `Unser Herr, Du hast ja Pharao und seiner führenden Schar im diesseitigen Leben Pracht und Besitz gegeben, unser Herr, damit sie (andere) von Deinem Weg in die Irre führen. Unser Herr, lösche ihren Besitz aus und schnüre ihre Herzen fest, so dass sie nicht glauben, bis sie die schmerzhafte Strafe sehen!`

Und Gott der Allmächtige antwortete ihm (gemäß Vers 89 derselben Sure):

`Eure beider Anrufung (die Anrufung von Moses und Aaron)  ist erhört. So verhaltet euch recht und folgt ja nicht dem Weg derjenigen, die nicht Bescheid wissen.`“  (Sure Yunus)

 

Ajatollah Khamenei bezeichnete die USA, das zionistischen Regime und alle innerhalb der Islamischen Gesellschaft, die Geld und Gelüste vergöttern und den globalen Mächten folgen, als die Pharaonen unserer Zeit . Er sagte: "Sie alle haben gegenüber dem Islam, gegenüber dem Weg des Propheten, eine Front gebildet und ihr aktueller Plan besteht darin, unter den Muslimen einen Krieg der islamischen Rechtsschulen in der Region Westasien auszulösen und die Islamische Gemeinschaft unfähig zu machen und zu entkräften, damit sie dem zionistischen Regime ein sicheres Eckchen verschaffen."  Ajatollah Khamenei sagte, dass die Verteidigungsmöglichkeit  gegenüber  diesen Verschwörungen genau darin besteht, was der Koran als Bedingung für Gottes Beistand voraussetzt, nämlich Widerstand leisten und nicht den Unwissenden folgen. 

Ajatollah Khamenei führte einige Beispiele für solche Unwissenden an und zwar verwies er auf die Staatsoberhäupter und auch einige Persönlichkeiten der Region, welche zum Spielball der USA geworden sind und in die Trommel der Zwietracht schlagen. Er sagte, auf diese dürfe man nicht hören und erklärte:

"Wir hegen keinerlei Absicht zwischen den muslimischen Regierungen Streit auszulösen. Wir sind von der Einheit überzeugt und dafür dankbar, dass die Islamische Republik und die iranische Nation in der Praxis zwischen sich und ihren muslimischen Brüdern der verschiedenen islamischen Rechtsschulen eine Einheit und Brüderlichkeit hervorrufen konnten.  Aber gegenüber dieser zur Einheit aufrufenden Bewegung und  neben diesen Bestrebungen nach Einheit,  gibt es Leute, die sich entschlossen haben, Streit und Krieg hervorzurufen und die in Wahrheit die Durchführung der US-Politik in der Region verfolgen." 

Ajatollah Khamenei betonte: "Wir mahnen sie, dass das was einige der regionalen Staaten heute im Begriff sind im Dienste der USA zu tun, ihnen selber schadet und  damit enden wird, was der Koran ankündigt:

`Sie vernichten sich selber.`"

 

Ajatollah Khamenei, Oberhaupt der Islamischen Revolution Iran, verwies darauf, dass die Feinde des Islams takfiristische Gruppen in der Region in Bewegung gesetzt haben:

"Sie haben in unserer Regionen die Takfiristen in Bewegung gesetzt, wobei ihnen vorschwebte, einen Krieg zwischen den verschiedenen Rechtsschulen und Religionen auszulösen.  Aber Gott der Allmächtige hat ihnen eine Ohrfeige versetzt. Es kam nicht zum Krieg zwischen den Rechtsschulen und es wird auch nicht dazu kommen. Wir haben gegenüber denen, die der Feind aufgehetzt hat, Widerstand geleistet und wir sind weiterhin standhaft und hatten Erfolg - Preis und Dank sei Gott." 

Er sagte, die Takfiristen konnten einstehen weil einige sich in den Dienst des Feindes gestellt haben. Der Feind habe  einen sunnitisch-schiitischen-Krieg in Gang setzen wollen,  doch habe Gott der Allmächtige ihn mit Einfältigkeit gezeichnet.  Ajatollah Khamenei fuhr fort,   die Daisch (IS) hätten mit den Verbrechen, die sie gegen Schiiten und Sunniten begangen haben,  gezeigt, dass sie der Feind aller Muslime sind. Ajatollah Khamenei bekräftigte, indem er auf den Kampf Irans gegen die IS-Terroristen in der Region hinwies:  "Unser Kampf gegen die takfiristischen Kräfte, ist ein Kampf gegen Unrecht gewesen, ein Kampf gegen die Verfälschung des Islams, ein Kampf gegen eine vandalistische Gruppe, die keine Spur von islamischer Moral , islamischer Zivilisation und der Wahrheit des Islams aufweist, deren Mitglieder   Menschen bei lebendigem Leibe verbrennen und enthäuten, die Angehörigen der Muslime gefangenen nehmen  und  jegliche Schandtat  und Korruption begehen " Ajatollah Khamenei fuhr fort: "Sie waren die Handlanger der USA und des Zionismus und ihre Anhängsel wo immer sie auch sind, sind ebenso Handlanger der USA und des Zionismus. Das ist eine Tatsache.  Aber wir haben sie bekämpft.  Wenn die Islamische Welt Ansehen und Größe erreichen will, darf sie nicht ihre Einheit und ihren Zusammenhalt und ihre Zusammenarbeit aus der Hand geben. Wenn die Islamische Welt  mächtig und erhaben sein will, muss sie dem Zionismus gegenüber Widerstand leisten."

Vor ungefähr zwei Wochen  wurde in nach der Befreiung der letzten IS-Hochburg Abu Kamal  die Fahne dieser amerikanisch-zionistischen Gruppe heruntergeholt und die Flagge Syriens gehisst und Generalmajor Qasim Soleimani, Kommandeur des iranischen Al-Quds-Heeres erklärte das Ende der IS-Herrschaft.

Die Teilnehmer der Konferenz für die Islamische Einheit treffen sich mit Ajatollah Khamenei 

 

Im darauffolgenden Abschnitt seiner Rede sagte Ajatollah Khamenei im Zusammenhang mit der Palästinafrage : "Die Palästinafrage steht heute an der Spitze der  politischen Fragen der Islamischen Welt und der Islamischen Weltgemeinde. Alle haben die Pflicht, Palästina und die Befreiung Palästinas und Rettung des Palästinensischen Volkes zu unterstützen und dafür im Zeichen Gottes zu kämpfen."

Er unterstrich, dass der Feind nicht die Palästinafrage lösen kann und fuhr fort:

"Jetzt geben sie bekannt, dass sie Al Quds als Hauptstadt des zionistischen Regimes  proklamieren werden. Dies geht auf ihre Ratlosigkeit und Hilflosigkeit zurück.  Durch dieses Vorgehen werden sie zweifelsohne einen noch größeren Schlag hinnehmen müssen, und die Islamische Welt wird ihnen gegenüber Widerstand leisten. Mit Sicherheit kann der Feind nicht in der Palästinafrage den gewünschten Erfolg verzeichnen und  mit Sicherheit wird Palästina befreit werden. Es ist nicht daran zu zweifeln, dass Palästina befreit werden wird, früher oder später: Dies wird sich ereignen  und der Kampf der Islamischen Weltgemeinde um Rettung Palästinas wird - so Gott will - Früchte tragen."

 

Abschließend sagte der Oberste Führer der Islamischen Revolution: 

"Die iranische Nation hat - Gott sei Preis und Dank - mit ihrer Tapferkeit und ihrem Glauben, ihrer Erkenntnis und  Standhaftigkeit,  schwierige Strecken zurückgelegt und viele Engpässe überwunden. Alle sollen es wissen - unsere Freunde überall auf der Welt, und unsere Feinde!  Auf den Wegen,  die wir in den 38 Jahren nach dem Revolutionssieg beschritten haben, hat es Schwierigkeiten gegeben,  die andere Völker umgeworfen hätten. Aber diese Schwierigkeiten konnten die iranische Nation nicht vernichten und was sie noch alles uns an Problemen schaffen werden, wird mit Sicherheit geringer sein als die bisherigen Probleme, während die Fähigkeit der iranischen Nation, diesen Problemen zu begegnen, im Vergleich zur Vergangenheit  viel größer geworden ist.   Wir werden die Probleme überwinden, und mit Gottes Beistand wird der Feind nicht die iranische Nation besiegen und zu einem Rückzug zwingen können. Wir werden - so Gott will, alle Probleme bewältigen und allen muslimischen Völkern die Macht des Islams zeigen und die Flagge der islamischen Größe -  so Gott will - noch höher halten."  

 

Dec 12, 2017 05:25 Europe/Berlin
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