Die Saudis betrachten sich als die Hüter der Heiligen Stätten und verteilen jedes Jahr zahlreiche Koranexemplare unter den Muslimen, aber sie gestatten den internationalen Hilfsorganisationen nicht, dass sie der notleidenden Bevölkerung in Jemen Arznei- und Nahrungsmittel zukommen lassen. Dies zeugt erstens für ihre Heuchelei und zweitens von dem Ausmaß der Feindschaft und Erbarmungslosigkeit gegenüber der muslimischen Bevölkerung in Jemen.

Nun ist es fast 33 Monate her, dass das  saudische Regime und einige arabische Staaten einen Krieg gegen die unschuldige Bevölkerung in Jemen begonnen haben.  Die saudischen Herrscher und Militärs dachten, sie könnten innerhalb von zwei Wochen den Jemen besetzen und ihre Handlanger dort an die Macht bringen.  Aber wegen des Widerstandes der Bevölkerung in Jemen konnten sie  nicht ihre Einmischung vorantreiben. Vielmehr sind sie in einen Sumpf geraten, der mit der Blamage der Aggressoren enden wird.  Daher sehen die Saudis in der Bombardierung von Jemen und dem Massaker an der Bevölkerung sowie der Zerstörung der wirtschaftlichen Infrastrukturen dieses Landes die einzige Möglichkeit  wieder aus der Sackgasse herauszukommen.  Die Saudis verhindern außerdem durch Blockaden auf dem Festland und zur See, dass Nahrungs-  und Arzneimittelhilfen die leidende Bevölkerung erreichen. 

Bombardierung von Jemen durch saudische Flugzeuge

 

Die saudischen Militärkräfte vermeiden eine Konfrontation mit den  jemenitischen Streitkräften und den Kämpfern dieses Landes und führen stattdessen erbarmungslos blinde Angriffe auf die Zivilbevölkerung durch.  Tausende Kinder, Frauen und Männer sind bei den täglichen Angriffen der saudischen Armee umgekommen oder verwundet worden.  Leider  haben die internationalen Organisationen erst sehr spät die schlimme Lage der Menschen in Jemen beachtet. Ihnen ist es bislang auch nicht gelungen, die Luftangriffe der Saudis auf die Zivilbevölkerung in Jemen oder die Blockade gegen dieses Land zu stoppen. Im Juni 2016 hat die UNO Saudi Arabien auf die schwarze Liste der Verletzungen der Kinderrechte gestellt. Aber nachdem die Saudis  gedroht hatten die Finanzbeiträge ihres Landes an die UNO einzustellen, hat der damalige UN-Generalsekretär Ban Ki Moon  das saudische Regime wieder aus dieser schwarzen  Liste herausgenommen.  Das hatte keiner erwartet. 

 

 

Es hat fast 15 Monate gedauert bis die Vereinten Nationen erneut das Regime in Riad und seine Verbündeten auf die schwarze Liste der Verletzung der Kinderrechte zu stellen plante.  Diese Maßnahme begründet die UNO nicht nur mit der Tötung von zahlreichen Kindern in Jemen bei Luftangriffen, , sondern auch mit  der Blockade zu Land und zur See,welche ernsthafte Gefahren und tragische Folgen für die Bevölkerung insbesondere die Kinder von Jemen heraufbeschworen hat. Die Heuchelei der Saudis wird daran deutlich, dass sie sich einerseits Hüter der Heiligen Stätten in Mekka und Medina nennen und jedes Jahr zahlreiche Koranexemplare unter den Muslimen verteilen, und andererseits den internationalen Organisationen nicht gestatten, dass sie die notleidende Bevölkerung in Jemen mit Nahrung und Arzneimitteln versorgen. Dies zeigt wie intensiv sie die muslimische Bevölkerung von Jemen anfeinden. Durch die Arznei und Nahrungsblockaden, ist es zu einer Hungersnot in Jemen gekommen. Verschiedene Krankheiten sind unter der Bevölkerung ausgebrochen, aber ihnen fehlen Arzneimittel. 

 

Um sich ein Bild von der schlimmen Lage   der Kinder in Jemen zu machen,  genügt ein Blick auf den jüngsten Bericht der UNO. In diesem heißt es , dass alle 10 Minuten in Jemen ein Kind wegen Unterernährung oder Erkrankung stirbt und von je 10 Kindern 8 unterernährt sind.  Laut diesem Bericht starben 1400 Kinder bei Luftangriffen  und 2140  verletzt wurden. Es heißt weiter das 2,2 Millionen jemenitische Kinder unterernährt sind.  Es sind also nicht nur die Bombardierungen der saudischen Armee, welche das Leben der Kinder in Jemen bedrohen, sondern ihr Leben gerät auch aus Mangel an Nahrung und Arzneimitteln in Gefahr.  Die UNICEF - das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen - verurteilte  in einer Bekanntmachung die Luftangriffe der von den Saudis angeführten Allianz auf Jemen, bei der hunderte von Kinder getötet und verkrüppelt wurden. Die UNICEF gab auch bekannt dass mehr als 400 Tausend jemenitische Kinder wegen schwerer Unterernährung in  Todesgefahr schweben und fast 2 Millionen Kinder unter schwerer Unterernährung leiden. Außerdem können circa 2 Millionen Kinder nicht die Schule besuchen und fast eine Million jemenitische Kinder sind Inlandsflüchtlinge.  

 

Die katastrophalen Zustände gehen auf einen Racheakt  der Saudis  zurück. Sie wollen den Widerstand der Jemeniten brechen,  damit sie sich erneut ihrem Machteinfluss beugen.  Die UNICEF macht die Arabische Allianz  unter Anführung von Saudi Arabien für die große menschliche Tragödie  in Jemen verantwortlich.  Die Lage in diesem Land ist so fatal dass UN-Generalsekretär António Guterres Mitte vergangenen Novembers in einem Schreiben an die Delegation Saudi Arabiens in den Vereinten Nationen mahnte, die  Blockade Jemens durch die saudische Allianz verhindere, dass die humanitären Hilfen die jemenitische Bevölkerung erreichen.  Guterres kritisierte in seinem Schreiben, dass die Saudis bisher nicht auf die wiederholte Forderung der UNO nach Einstellung der Jemen-Blockade reagiert haben und betonte: Vor jeglichen Verhandlungen zwischen der UNO und der saudischen Allianz, müssen die Häfen von Jemen wieder geöffnet werden."

 

Die Bevölkerung von Jemen und ihre Kinder sind nicht nur Hungersnot und Lebensmittelknappheit ausgesetzt, sie werden auch Opfer von ansteckenden tödlichen Krankheiten wie Cholera und Diphtherie, weil bei den Angriffen auf ihr Land Infrastrukturen wie zum Beispiel Klärungsanlagen zerstört wurden.  Die englische Zeitung Guardian schrieb vor einigen Monaten: Die Zerstörung der Infrastrukturen in Jemen durch die arabischen Bomber  bedeutet dass 14,5 Millionen Mitglieder der Bevölkerung dieses Landes, davon 8 Millionen Kinder,  keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und es ist zu erwarten, dass die Zahl der Cholerakranken in diesem Land bis Ende des Jahres auf 600 Tausend ansteigen wird."  Diese Ziffer liegt natürlich mittlerweile weitaus höher. 

Das saudische Regime hat Jemen allseitig blockiert. Es erlaubt nicht, dass sich die Hilfskräfte des Internationalen Roten Kreuzes  zur Rettung der jemenitischen Kinder vor dem Tod durch Cholera  einschalten. Die Saudis betreiben praktisch eine Generationsausrottung und einen neuen Holocaust in Jemen. Daher hat der UN-Generalsekretär António Guterres in einer andren Stellungnahme die Einstellung der Angriffe zur Luft und zu Land auf Jemen gefordert und gewarnt: Millionen Kinder, Frauen und Männer in Jemen werden von großem Hunger, Krankheiten und dem Tod bedroht. 

Cholera-Opfer in Jemen

 

Der Mangel an medizinischer Behandlung und an Arzneimitteln hat eine Tragödie für die Kinder in Jemen heraufbeschwört.  Caroline Anning,  beratende Mitarbeiterin der Organisation "Save the Children" berichtet, dass es in den Krankenhäusern einen enormen Mangel an medizinischer Ausstattung und Personal gibt und die Kinder am Fußboden behandelt werden müssen und auf jedem vorhandenen Bett 6 Kinder liegen. "  Bismarck Swangin von der UNICEF-Abteilung für Kommunikationen beschreibt die Szenen, die er in den Krankenhäusern erlebt hat, ebenso als sehr schmerzlich und mitleiderregend und berichtet die Kinder liegen reglos im Krankenhaus auf dem Fußboden und die Eltern sitzen , vollkommen geschwächt neben ihnen. 

Tamer Kirolos , einer der Direktoren der Organisation "Save the Children"  unterstreicht: Dutzende von Müttern erleben  täglich den Tod eines ihrer Kinder. In Jemen  sind sehr viele Kinder wegen Nahrungsmangel unterernährt, leiden  an Cholera und an Durchfall und ihnen droht der Tod. " 

 

 

Die UNO und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen berichten, dass zur Zeit 60 Prozent der Einwohner von Jemen unter Hunger leiden und seit Juni 2016 bis jetzt circa 17 Millionen Menschen in Jemen wegen der katastrophalen Nahrungssituation in einen kritischen Zustand geraten sind. Dieser Bericht basiert auf den Untersuchungen von 69 Experten aus Jemen und der UNO, der UNICEF und anderen nicht-staalichen Organisationen.  Es heißt weiter, dass sich circa 10 Millionen und 200 Tausend Menschen in Jemen in erheblicher Gefahr  oder in einer kritischen Lage befinden während für  mehr als sechs Millionen 800 Tausend Menschen höchste Gefahr besteht. Die Gouvernements  Lahidsch, Taizz, Abyan, Saada,Haddscha, al-Hudaida und Schabwa , welche in der Hand der Ansarullah sind, befinden sich in einer großen Notlage.  Das saudische Regime welches nicht gegen die jemenitischen Freiheitskämpfer ankommt , richtet unter der Bevölkerung in  den Gebieten unter Kontrolle seiner Gegner ein Massaker an. 

Massaker an jemenitischen Kindern 

Das saudische Regime und die mit ihm verbündeten arabischen Regierungen, die jedoch meistens nur eine blasse Rolle bei der Jemenoffensive spielen,  könnten zweifelsohne nicht so brutal die Kinder in Jemen und die Bevölkerung umbringen, wenn sie nicht die Unterstützung von westlichen Staaten wie die USA und England und des zionistischen Regimes genießen würden. Diese haben die Saudis so dreist gemacht, dass sie schamlos solche wüsten Verbrechen begehen.  Die USA reden von der "friedlichen Lösung der Jemenkrise" während  sie Saudiarabien allseitig - politisch, agitatorisch und militärisch unterstützen.  Die saudische Armee setzt vor allen Dingen US-Waffen bei den Massakern unter der wehrlosen Bevölkerung ein.  Auch England hat Saudi Arabien vor dem Krieg mit Waffen ausgerüstet.  Oppositionsführer Jeremy Corbyn von der Labour Party  schrieb in einer Botschaft bei Twitter, das Schweigen von Premierministerin Theresa May, von der Konservativen Partei England auf ihrer Reise nach Saudi Arabien über die Blockade von Jemen und die Rolle, die London bei diesem Krieg spielt,  zeige ihre Mitschuld an dem Leid der jemenitischen Bevölkerung.  Corbyn forderte, Saudi Arabien müsse die Jemen-Blockade beenden und England  den Verkauf von Rüstung an dieses Land suspendieren. 

Außerdem haben Berichte über die Unterstützung der Saudis durch das zionistische Regime in Form von Informationshilfen und sogar in militärischer Form Aufmerksamkeit erregt. Das zionistische Regime, welches seit einiger Zeit zum Verbündeten der saudischen Herrschern in Sachen Iran geworden ist, sieht in jeder Bewegung, die den saudischen Herrscherclan  bedroht,letztendlich auch eine Gefahr für sich selber.  

 

Trump und Malik Salman

 

Angesichts der Tatsache, dass die Zivilisten , insbesondere die Kinder , hauptsächlich Opfer der Angriffe der Saudis auf Jemen und der Blockade dieses Landes werden, ist es Aufgabe der Staatengemeinschaft, auf jedem möglichen Wege, die Fortsetzung des Massakers unter den  wehrlosen Menschen in Jemen zu verhindern.  

Tags

Dec 18, 2017 05:37 Europe/Berlin
Kommentar