Jan 29, 2019 15:15 CET

Vor der Revolution gab es im Iran keine Produktion genetischen Wissens.

Das erste Zentrum im Iran für Wissensproduktion auf dem Gebiet der Genetik - das Forschungszentrum Royan - wurde im Frühling 1991 (8. Chordad 1370), von  Dr. Said Aschtiani gegründet. Vorrangiger Gegenstand der Forschung in diesem Institut sind Stammeszellen, das heißt Zellen, die noch nicht völlig ausgereift sind und  durch Gentechnik in besondere Zellen, die eine spezielle Funktion im Körper erfüllen,  weiter entwickelt werden können. 

Eine der wichtigsten Ressourcen für Stammeszellen ist die Nabelschnur des Neugeborenen. 1989 richtete Frankreich die erste Nabelschnurbank ein. Auch in anderen  Industriestaaten begann man das Blut in der Nabelschnur als wichtige Ressource für Stammzellen aufzubewahren. Schließlich haben auch die iranischen Wissenschaftler zum ersten Mal in ihrem Land eine Bank für die Aufbewahrung von Nabelschnurblut eingerichtet, und zwar im Jahre 2005. Jährlich beantragen 11 Tausend Menschen im Iran die Aufbewahrung des Nabelschnurblutes. Gemäß Statistiken  existierten 2015 weltweit 134 Nabelschnurblutbanken, die insgesamt 780 Tausend Nabelschnüre gespeichert haben. 55 Tausend davon gehören dem Iran.

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