Jun 06, 2019 16:36 Europe/Berlin
  • Zentralrat der Muslime kritisiert aggressives Vorgehen der deutschen Polizei

Köln (ParsToday/AFP) - Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat das aggressive Verhalten der Kölner Polizei gegenüber einigen muslimischen Bürgern kritisiert.

Die Kölner Polizei hatte am Dienstag mitgeteilt, sie habe zehn junge Männer im Alter von 18 bis 28 Jahren im Kölner Hauptbahnhof festgehalten, nachdem diese Zeugen zufolge kurz zuvor auf dem Bahnhofsvorplatz "Allahu Akbar" gerufen haben sollten. Die Männer hätten lange Gewänder mit Westen getragen.

Der ZMD erklärte dazu am Mittwoch, die Muslime seien auf dem Weg zu Feierlichkeiten aus Anlass des Endes des islamischen Fastenmonats Ramadan gewesen.Ayman Mazyek fügte hinzu, dass der Vorfall vom Dienstag zeige, dass „rassistisches Profiling“ (Racial Profiling, auch ethnisches Profiling genannt) ein ernst zu nehmendes Thema bleibe und erneut auf die Tagesordnung gehöre.

"Wir verurteilen das Vorgehen der Kölner Polizei und erwarten, dass Polizisten kulturell besser geschult und sensibilisiert werden und nicht in großer Aufgeregtheit auf einen wie auch immer intendierten Hinweis aus der Bevölkerung über ein angeblich 'verdächtiges' Verhalten von Menschen anderen Aussehens reagieren", betonte der ZMD-Vorsitzende.

Der Islam ist die größte religiöse Minderheit in Deutschland und etwa viereinhalb Millionen Muslime leben in diesem Land.

 

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