Feb 21, 2020 09:35 Europe/Berlin
  • Rechtsextremer Terroranschlag in Deutschland lässt Sorgen muslimischer Gemeinschaft weiter wachsen

Hanau (ParsToday/Press TV/dpa) - Bei einem mußmaßlich rechtsextremistischen Terroranschlag in Hanau (Bundesland Hessen) sind 11 Menschen ums Leben gekommen. 

In zwei voneinander entfernten Lokalen in Hanau wurden am Mittwochabend 9 Menschen erschossen. Die neun Todesopfer sind zwischen 21 und 44 Jahre alt gewesen. Mehrere Opfer waren Kurden, 5 hatten die türkische Staatsbürgerschaft.

Der 43-jährige deutsche Täter und seine 72-jährige Mutter wurden ebenfalls tot aufgefunden. Laut der Bild-Zeitung hinterließ er ein Geständnisschreiben und ein Video, in dem er rechtsextreme Ansichten zum Ausdruck brachte. Die Ermittlungen des Falles sind noch nicht abgeschlossen, aber die Anzeichen für diesen Anschlag geben Anlass zu großer Sorge über die zunehmende Islamfeindlichkeit im Land.

Der Angriff ereignete sich nur wenige Tage nachdem 12 Rechtsextremisten wegen des Verdachts, sechs Angriffe auf Moscheen im ganzen Land geplant zu haben, festgenommen wurden.

Demzufolge forderten muslimische Gruppen von der deutschen Regierung mehr Schutz für ihre Gemeinden. Seit einigen Jahren sei eine wachsende Bedrohung durch Rechtsextremismus zu spüren.

Die 9 Todesopfer aus zwei Lokalen waren zwischen 21 und 44 Jahre alt. Mehrere  von ihnen waren Kurden, 5 hatten die türkische Staatsbürgerschaft.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den Familien der Opfer ihre Anteilnahme ausgesprochen und erklärte sie trauere mit ihnen. Sie sagte  “Rassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft. Und es ist Schuld an schon viel zu vielen Verbrechen.”

Deutschlands größte rechtsextreme Partei - die Afd- wird beschuldigt, die Flammen des Hasses zu schüren. Noch am Mittwoch wurde die AfD wegen der Verteilung eines Malbuchs verurteilt, das verschleierte Frauen und Gangster zeigt, die türkische Flaggen schwenken und mit Pistolen schießen.

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