May 23, 2020 09:40 Europe/Berlin
  • Bundespräsident Steinmeier: Hass und Ausgrenzung, gewaltsame Übergriffe auf Muslime, Angriffe auf Moscheen werden nicht geduldet

Berlin (ParsToday/bundespraesident.de) - Der deutsche Bundespräsident hat jeder Art von Gewalt, Übergriffe und Ausgrenzung entschiedene Absage erteilt.

In seiner Grußbotschaft zum Fest des Fastenbrechens (Fitr-Fest) 2020 bekräftigte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass Hass, gewaltsame Übergriffe auf Muslime und Moscheen nicht geduldet würden.

„Ich versichere Ihnen, dass ich mich als Bundespräsident dafür einsetze, dass wir als Gesellschaft jeder Form von rassistischer Hetze entschieden entgegentreten“, sagte der Bundespräsident adressiert an Muslime in Deutschland.

Überschattet wird der diesjährige Ramadan aber auch von dem furchtbaren terroristischen Anschlag von Hanau am 19. Februar. Unter den Opfern des von rassistischem Hass verblendeten Täters waren viele Muslime. "Die Tat hat mich zutiefst erschüttert. Sie war ein Anschlag auf unser friedliches Zusammenleben und auf alle Werte, die wir in diesem Land teilen: die Achtung der Menschenwürde, die Toleranz und Vielfalt, die Freiheit des Glaubens", sagte Steinmeier.

Die deutschen Spitzenpolitiker vermuteten die rechtsgerichtete Gruppe "Alternative für Deutschland" (AFD) hinter dem grausamen Terroranschlag und forderten die Überwachung ihrer Mitglieder.

Zum Abschluss seiner Grußbotschaft wünschte der Bundespräsident den Muslimen ein gesegnetes Ende des Ramadan, und zudem allen Muslimen und Deutschen, das Fitr-Fest im nächsten Jahr wieder gemeinsam feiern zu können. Deutschland hat mit rund vier Millionen muslimischen Bürgern nach Frankreich die größte muslimische Bevölkerung in Westeuropa.

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