Sep 24, 2020 11:45 Europe/Berlin
  • Maas kritisiert Ermordung von General Soleimani durch USA

Berlin (ParsToday/YJC) - Bundesaußenminister Heiko Maas hat die US-Politik gegenüber Iran angeprangert.

Mit Verweis auf die Ermordung des Kommandeurs der Al-Quds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden General Qassem Soleimani durch den US-Angriff sagte Maas, man habe befürchten müssen, dass auch durch unbeabsichtigte Aktionen ein Krieg ausgelöst werden könne.

"Das ist eine Situation gewesen, die wirklich sehr gefährlich gewesen ist", sagte Maas gestern in einem Interview für das Buch "Im Wahn - die amerikanische Katastrophe" sowie für eine ARD-Dokumentation der Autoren Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby.

Er erklärte, dass Trump die innenpolitischen Spannungen in seinem Land als Instrument für die Mobilisierung eigener Anhänger befeuere. Ziel sei es, Mehrheiten in seinem Sinne zu schaffen, so der deutsche Außenminister.

Maas kritisiert zudem Trumps Verhalten um die Black-Lives-Matter-Demonstrationen.

Iran: Ziel des US-Terrors an General Soleimani war Vermeidung weiterer Erniedrigungen der USA

General Qassem Soleimani, der Kommandeur der Al-Quds-Brigade der iranischen Revoutionsgarden (Sepah) wurde am 3. Januar 2020 durch einen terroristischen US-Luftangriff in der Nähe des Flughafens von Bagdad ermordet, zusammen mit Abu Mahdi al-Muhandis, dem Stellvertreter der irakischen Volksmobilmachungseinheiten (PMF) und ihren Gefährten. Das Verbrechen wurde auf direkten Befehl von Trump begangen. Viele Länder und internationale Organisationen verurteilten den US-Terroranschlag. 

General Soleimani war eine hervorragende Persönlichkeit im Kampf gegen die Extremisten und Terrorgruppen, darunter den IS, in Westasien.

Tags

Kommentar