Oct 09, 2019 15:45 Europe/Berlin
  • Zarif: US-Maßnahmen gegen iranisches Volk sind Kriegsaktionen

Teheran (ParsToday) – Irans Außenminister hat Schritte der USA gegen das iranische Volk als Kriegsaktionen bezeichnet und erklärt, die USA hätten im Wirtschaftskrieg gegen Iran die Zivilisten ins Visier genommen.

Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Zarif sagte am Mittwoch auf der internationalen Konferenz zum Thema "Weltwirtschaft und Sanktionen" in Teheran, finanzielle und wirtschaftliche Kampfgeräte oder die Verwandlung  von Wirtschaft und Dollar in einen Kriegsfaktor seien zu einem üblichen  Begriff in der internationalen Literatur geworden.

Zarif bekräftigte, dass Kampfgeräte einst zur Einschränkung bestimmter Aktivitäten in einigen Ländern benutzt worden seien, aber die neuen US-amerikanischen Waffen und das, was US-Präsident Donald Trump als "Wirtschaftskrieg" beschreibt, zielten auf den Lebensunterhalt und die Gesundheit der einfachen Leute ab.

Die USA setzten Finanzinstrumente ein, um Druck auf unabhängige Länder wie Iran, China, Russland, Kuba und Venezuela auszuüben, so Irans Außenminister weiter.

Zarif verwies auch auf den wiederholten Boykott der iranischen Zentralbank durch die USA und erklärte, dieser Boykott sei in jeder Form auch immer  illegal, da die Zentralbank als iranisches Finanzinstrument keine Medikamente und Lebensmittel für das iranische Volk kaufen dürfe.

Als Reaktion auf die Äußerungen des US-Außenministers, wonach das iranische Volk, die US-Politik befolgen solle, falls es essen wolle, unterstrich Zarif: "Dies ist Terrorismus und ein Kriegsverbrechen."

 

 

Tags

Kommentar