Nov 05, 2019 15:14 Europe/Berlin
  • Iran gibt 4. Schritt bekannt

Teheran (ParsToday) - Präsident Rohani hat die Durchführung des 4. Schrittes der Reduzierung der iranischen Verpflichtungen aus dem Atomabkommen -JCPOA- bekannt gegeben und sagte: "Dieser Schritt wird morgen -Mittwoch 6.November 2019- in der Atomanlage Fordo begonnen.

Hassan Rohani teilte dies bei der Einweihungszeremonie in Teheran mit, und erklärte, dass entsprechend dem Atomabkommen vereinbart wurde, dass 1044 Zentrifugen in Fordo in Betrieb genommen werden sollen, jedoch sei bisher noch kein Gas eingeleitet worden. "Morgen - Mittwoch - beginnt die Gaseinleitung in Fordo", fügte er hinzu.

Präsident Hassan Rohani hob gerichtet an die anderen Vertragspartner des Atomabkommens hervor, dass Iran sich nicht alleine an die Verpflichtungen aus diesem Vertrag halten könne und erklärte: "Alle Vertragspartner des Atomabkommens haben 2 Monate Zeit für Verhandlungen, um alle Sanktionen gegen Iran, wie im Metall-, Versicherungs-, Öl- und Bankensektor, aufzuheben."

Weiter sagte er, dass die neuen Aktivitäten Irans unter der Kontrolle der Internationalen Atomenergieorganisation durchgeführt werden und auch der 4. Schritt, wie die drei früheren Schritte rückgängig gemacht werden könnten. "Das iranische Volk ist ein widerstandsfähiges Volk, und für Verhandlungen und Gespräche aufgeschlossen, und die Richtung die Iran eingeschlagen hat, ist vollkommen richtig."

Am 8.Mai 2018 sind die USA einseitig aus dem multilateralen und internationalen Atomabkommen  -JCPOA-, dass 2015 von der G5+1 mit Iran ausgehandelt wurde - ausgestiegen.

Nach einem Jahr der strategischen Geduld Irans und der Nichteinhaltung der Versprechen der europäischen Vertragspartner für den Ausgleich der Nachteile durch den amerikanischen Austritt sowie durch die US-Sanktionen gegen Iran, hat die IR Iran mit der schrittweisen Reduzierung ihrer Verpflichtungen aus dem Atomabkommen begonnen.

Die Reduzierung der iranischen Verpflichtungen beinhaltet die Erhöhung des Urananreicherungsprozentsatzes auf über 3,67 Prozent, die Erhöhung der Uranvorräte sowie die Einstellung aller Forschungs- und Entwicklungsverpflichtungen aus dem Atomabkommen.

 

 

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