Nov 12, 2019 17:21 Europe/Berlin
  • Iran: 15 Kinder starben aufgrund US-Sanktionen

Teheran (ParsToday/MehrNews) - Die Nichteinfuhr besonderer Medikamente und Hygiene-Artikel aufgrund der US-Sanktionen hat in Iran zum Tod von 15 Kindern, die an der "Schmetterlingskrankheit" erkrankt waren, geführt.

Hamid Reza Hashemi Golpayegani, der Vorsitzende der iranischen Epidermolysis bullosa (EB) -Stiftung sagte am heutigen Dienstag in einem Interview, dass wenn die Kinder, die von dieser Krankheit betroffen seien, die entsprechenden Verbände bekämen, 80 Prozent ihrer Probleme gelöst seien, und sie könnten Kleidung tragen und zur Schule gehen, weil die Kleidung nicht an ihrem Körper klebe.

Er fügte hinzu, dass er seit der Wiederverhängung der anti-iranischen US-Sanktionen mit verschiedenen Institutionen konsultiert habe, aber nicht das notwendige Verbandsmaterial einführen konnte. Das schwedische Unternehmen Mölnlycke, welches allein das notwendige Verbandsmaterial in der Welt herstelle, habe in einem offiziellen Schreiben auf die Anfrage aus Iran mitgeteilt, dass über Iran Sanktionen verhängt worden seien, aufgrunddessen sie dieses Verbandsmaterial nicht an Iran senden könnten.

Brian Hook, der US-Sonderbeauftragte für Iran behauptete vor einigen Monaten, dass die USA die Iraner wertschätze und nicht wollte, dass diesen medizinische Hilfen und Medikamente vorenthalten werden.

Gleichzeitig haben jedoch sowohl inländische Verantwortliche als auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen dazu Stellung bezogen.

Weniger als zwei Monate, nach den Behauptungen von IS-Verantwortungsträgern waren die ersten Auswirkungen dieser Sanktionen, dass 15 Kinder mit der Schmetterlingskrankheit starben.

Epidermolysis bullosa (EB) ist eine genetisch bedingte Hautkrankheit. Betroffene werden als Schmetterlingskinder bezeichnet, weil ihre Haut so verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings ist. Die Krankheit wird umgangssprachlich auch als Schmetterlingshaut bezeichnet.

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