Nov 28, 2019 10:43 Europe/Berlin
  • Acht US-Agenten in Iran festgenommen

Teheran (ParsToday) - In Iran wurden nach offiziellen Angaben im Zusammenhang mit den derzeitigen Unruhen acht Agenten des US-Geheimdienstes CIA festgenommen.

Der Generaldirektor der Anti-Spionage-Abteilung im iranischen Informationsministerium teilte am Mittwoch mit, die Spione seien als Reporter getarnt gewesen. Sie hätten den Auftrag gehabt, Informationen und Aufnahmen zu den Krawallen an die CIA weiterzuleiten. Sechs von ihnen wurden während der Unruhen, zwei weitere bei ihrer versuchten Flucht ins Ausland geschnappt, fügte er hinzu.

Der Generaldirektor der Anti-Spionage-Abteilung im iranischen Informationsministerium betonte außerdem, dass auch weitere Personen, die mit diesem Netzwerk in Verbindung stehen, in ganz Iran überwacht werden. Sollten diese gegen die nationale Sicherheit der Islamischen Republik Iran vorgehen, würden sie gerichtlich verfolgt und entsprechend behandelt werden.

In Iran begannen die Proteste am 15. November, nachdem die neue Regelung für die Benzinsubvention in Kraft trat. Dies löste Proteste in einer Reihe von Städten aus, die größtenteils friedlich verliefen, aber gewalttätig wurden, als aufrührerische Elemente mit der Unterstützung der USA die Situation ausnutzten, um öffentliches Eigentum zu zerstören und unter anderem Banken und Tankstellen in Brand zu setzen.

Der iranische Präsident Hassan Rohani bei der Sitzung des Verwaltungsrats in der  Provinz Ost-Aserbaidschan

Die iranische Regierung hatte die USA beschuldigt. "Sie (USA) dachten, dass sie mit solchen Verschwörungen die Menschen wütend machen und letztendlich einen Bürgerkrieg auslösen könnten", sagte der iranische Präsident Hassan Rohani gestern bei einer Sitzung des Verwaltungsrats in der Provinz Ost-Aserbaidschan. Mit Hinweis auf den Fußmarsch vom Montag gegen die Unruhestifter sagte Rohani: "Die Iraner haben erneut gezeigt, dass sie (...) sich stets gegen solche Verschwörungen zur Wehr setzen werden."

Der US-Außenminister Mike Pompeo hatte die Aufrührer aufgefordert, ihm Videos ihrer Proteste und Angriffe zu senden. 

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