Dez 11, 2019 10:48 Europe/Berlin
  • Zarif: Ausländische Einmischungen in afghanische Friedensgespräche sind inakzeptabel

Teheran (ParsToday/IRNA) - In einem Interiew mit einem afghanischen Fernsehsender, das am Dienstagabend ausgestrahlt wurde, sagte der iranische Außenminister: "Ausländische Einmischungen in die afghanischen Friedensgespräche sind für Teheran inakzeptabel."

Es gehe um Frieden unter den Afghanen und die Regierung in Kabul müsse die Friedensgespräche kontrollieren und managen, und die Taliban müssten ein Teil der Gespräche sein, so Mohammad Javad Zarif. 

Auf der Internetseite von Afghan-TV heißt es, dass die Äußerungen des iranischen Außenministers eine Reaktion auf die Einmischungen des US-Sonderbeauftragen für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, bei den Friedensgesprächen in Afghanistan seien.

Die USA haben am vergangenen Samstag die Gespräche mit den Taliban, die US-Präsident Donald Trump vor 3 Monaten abrupt abgebrochen hatte, wieder aufgenommen. Zalmay Khalilzad leitet die Verhandlungen, die sich nach Angaben des US-Außenministeriums auf die Gespräche zwischen den afghanischen Gruppen konzentrieren, um schließlich einen dauerhaften Waffenstillstand herbeizuführen.

Im September 2019 waren die USA und die Taliban dabei eine Übereinkunft zu unterzeichnen, welche den Amerikanern erlaubt, ihren Truppenabzug aus Afghanistan zu beginnen, und damit den längsten Krieg in der Geschichte der USA zu beenden. Jedoch beschloss Donald Trump plötzlich die Verhandlungen zu stoppen. In der vergangenen Woche änderte der US-Präsident erneut seine Entscheidung und meldete die Wiederaufnahme der Gespräche mit den Taliban.

 

Die USA und ihre Verbündeten marschierten 2001 unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung und der Gewährleistung von Sicherheit in Afghanistan ein. Dennoch hat die Unsicherheit, der Terrorismus und die Drogenproduktion in Afghanistan seitdem dramatisch zugenommen.

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