Dez 13, 2019 14:06 Europe/Berlin
  • Außenamtssprecher verurteilt Einmischung Deutschlands in interne Angelegenheiten Irans

Teheran (ParsToday/IRNA) - Das iranische Außenministerium hat auf die Äußerungen des deutschen Außenministers Heiko Maas über die jüngsten Ausschreitungen in Iran reagiert.

Maas behauptete gestern in Antwort auf die Frage eines Bundestagsabgeordneten, Hunderte Menschen seien bei den jüngsten Protesten in Iran getötet worden und man müsse die gewalttätige Unterdrückung der Proteste scharf verurteilen.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Abbas Mousavi sagte am Donnerstagabend: "Solche Einmischungen können nicht die Unterlassung einiger europäischen Länder zur Umsetzung ihrer Verpflichtungen aus dem umfassenden gemeinsamen Aktionsplan (JCPOA) sowie eine passive Reaktion auf den Ansatz des wirtschaftlichen Terrorismus der USA beeinflussen. (...) Wir erwarten von Berlin, anstatt unprofessionelle und voreingenommene Haltungen einzunehmen, die grundlegenden Prinzipien der Menschenrechte mit offenen Augen, umfassend und basierend auf einem unparteiischen Ansatz auf die Agenda zu setzen", fügte Mousavi hinzu.

Er wies außerdem auf die Anstrengung der iranischen Regierung zum Hören von verschiedenen Meinungen und Ansichten der Staatsbürger hin und hob hervor: "Die Islamische Republik Iran hat bei den jüngsten Unruhen und Ausschreitungen im Land unterscheidet eindeutig zwischen Feinden und diejenigen, die unschuldige Menschen getötet haben sowie ihre ausländischen Unterstützer von den friedlichen Demonstranten."

Entsprechend den Ermittlungsergebnissen werde die Islamische Republik Iran die notwendigen Entscheidungen im Einklang mit den Rechten des iranischen Volkes und zur Herstellung der dauerhaften Sicherheit treffen, hieß es weiter.

Nach der Rationierung von Benzin und der Erhöhung der Benzinpreise am 15. November nutzten einige Randalierer die friedlichen Proteste der Bürger aus, um Einrichtungen anzugreifen und in Brand zu setzen. Die USA und einige westlichen Länder haben danach ihre haltlosen Behauptungen gegen Iran wiederholt und die Randalierer, die nach der Benzinpreiserhöhung in einigen Städten Irans öffentliche Einrichtungen beschädigten, unterstützt.

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