Dez 15, 2019 08:55 Europe/Berlin
  • US-Sanktionen gegen Iran; Ein Beweismittel für Verbrechen gegen Menschlichkeit

Teheran (ParsToday) - Das iranische Außenministerium hat die US-Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran als ein Beweismittel für den wirtschaftlichen Terrorismus und das Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Abbas Mousavi wies die Behauptung der Amerikaner, es gebe keine Beschränkung für den Handel mit Medikamenten und Lebensmitteln, zurück. Mousavi sagte am Samstag auf einer Pressekonferenz in Tabriz im Norden Irans, wenn ein Unternehmen in Iran Lebensmittel und Arzneimittel liefere, werde es mit den Problemen im Bankwesen konfrontieren. "Die US-Sanktionen gegen Iran verstoßen gegen die Menschenrechte und die internationalen Vorschriften", hob der Sprecher des iranischen Außenministerium hervor.

Der iranische Dozent Reza Farahmand meinte auch: "Im Widerspruch mit den Menschenrechtsgrundsätzen haben die US-Sanktionen es schwer gemacht, die Grundrechte der iranischen Bürger zu erfüllen. Die Schaffung von Hindernissen für die Verwirklichung der Rechte der iranischen Bürger ist eine grobe Verletzung der grundlegenden Menschenrechte, die die verschiedenen Aspekte des Lebens von Einzelpersonen in der Gesellschaft umfasst."

US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump drohte Iran am 1. Juni 2018: "Sie werden sehen, wie stark die Sanktionen sind, die gegen Iran in Kraft treten werden."

Nun wiederholen die USA ihre illegalen Maßnahmen gegen Iran durch den wirtschaftlichen Terrorismus. Die Vereinigten Staaten sind der schlimmste terroristische Staat, der Millionen unschuldiger Menschen in Afghanistan, im Irak, in Japan und in Vietnam getötet hat. Die USA haben jedoch permanent Iran die Verbreitung von Unsicherheit in der Region und die Unterstützung des Terrorismus vorgeworfen. Die Vereinigten Staaten stiegen unter illegalen Vorwänden aus dem umfassenden gemeinsamen Aktionsplan JCPOA aus und verhängten weitere einseitigen Sanktionen gegen Iran, die gegen die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrats verstoßen. Jedoch sind all diese Maßnahmen gegen die internationalen Vorschriften und die Vorschriften der Welthandelsorganisation (WHO).

Idris Jazairi, der unabhängige algerische Experte, der als Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats die negativen Auswirkungen einseitiger US-Sanktionen auf die Menschenrechte bearbeitet, hob in einem Beitrag, der auf der Webseite des UN-Menschenrechtsrats veröffentlicht wurde, hervor: "Wenn eine Supermacht ihre Finanzmacht missbraucht, um im internationalen Finanzbereich Druck auf die Verbündeten auszuüben und so wirtschaftliche Probleme für unabhängige Länder zu erzeugen, verstößt sie gegen internationale Vorschriften und verletzt unweigerlich die Menschenrechte."

Irans Vertreter bei den internationalen Organisationen in Wien Kazem Gharib-Abadi

Der iranische Vertreter bei den internationalen Organisationen in Wien Kazem Gharib-Abadi hat in einem Schreiben an die Generaldirektoren der internationalen Organisationen, sowie an die in Wien ansässigen Botschafter, die Weltgemeinschaft aufgefordert, sofortige Maßnahmen gegen die US-Aktionen zu ergreifen. Illegale Sanktionen und Unilateralismus sind sicherlich zum Nachteil aller Länder. Aufgrund dieser Tatsachen haben zudem letzten Freitag die Vertreter der Mitgliedsstaaten der Asien-Pazifik auf einer Konferenz in Seoul, die Forderung Irans, worauf Sanktionen in humanitären Bereichen und Umweltfragen verbietet werden sollen, unterstützt. 

Kurz nach dem jüngsten Gefangenenaustausch mit Teheran hat die US-Regierung jedoch erneute Sanktionen gegen Iran und seine Handelspartner verhängt. Davon Betroffen seien Einzelpersonen, fünf Firmen und zwei Schiffe, teilte das US-Finanzministerium am Mittwoch mit. US-Außenminister Mike Pompeo behauptete, dass ein iranisches Schifffahrtsnetzwerk für die iranischen Revolutionsgarden Waffen in den Jemen geschmuggelt haben soll. Außerdem gebe es Sanktionen gegen drei Handelsvertreter der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Hongkong. Die Airline steht bereits seit 2011 auf der Sanktionsliste der USA. 

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