Jan 03, 2020 14:43 Europe/Berlin

Die Spannungen zwischen den USA und Iran spitzen sich dramatisch zu.

Am Freitag haben die USA in einem weltweit Aufsehen erregenden Terroranschlag in Baghdad den weltweit berühmten iranischen Elitegeneral Ghassem Soleimani und sechs seiner Begleiter ermordet, darunter der Vizechef der irakischen Volksmobilisierungskräfte, Abu Mahdi al-Muhandis. Soleimani war Chef der Elitetruppe „Quds-Brigaden“ und in Washington und Tel Aviv bestgehasster Soldat des Iran.

Kritik an diesem Terrorakt kam nicht nur weltweit, sondern auch hochrangig aus den USA selbst: Der ehemalige US-Vizepräsident und wichtigste demokratische Wahlkampfherausforderer des amtierenden Präsidenten Trump erklärte, die US-Regierung habe „eine Stange Dynamit in ein Pulverfass geworfen“. 

Berlin äußerte sich wie viele andere Regierungen weltweit besorgt über eine mögliche Eskalation - und ermahnte beide Seiten zur Zurückhaltung. Als Rechtfertigung für das offensichtliche Verbrechen allerdings nannte Berlin drei Ereignisse, an denen der Iran entweder keine Schuld trägt oder gar nicht selbst beteiligt ist: Der Tanker-Zwischenfall in der Straße von Hormuz mit dem britischen Tanker „Stena Impero", zu dessen Festsetzung der Iran nicht nur berechtigt war - und außerdem eine Provokation seitens des Vereinigten Königreichs zum Anlass hatte, wegen der kriminellen Festsetzung des iranischen Tankers "Grace 1“, auf besonderen Wunsch Washingtons. Der zweite vorgeschobene Grund betrifft die Raketentreffer des jemenitischen Militärs auf saudische Öllager der Firma Aramco und der dritte die Erstürmung der US-Botschaft in Baghdad durch wütende Demonstranten nach US-Bombenangriffen auf Hisbollah-Milizen.

Über Hintergründe, Folgen und viele Einzelheiten des US-Verbechens spricht Seyed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

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