Jan 08, 2020 14:13 Europe/Berlin
  • Ayatollah Khamenei: Irans Vergeltungsschlag gegen die USA war nur eine Ohrfeige

Teheran (ParsToday) - Das geehrte Oberhaupt der Islamischen Revolution Irans sagte, dass der frühmorgendliche Vergeltungsschlag Irans auf den US-Terroranschlag gegen General Qassem Soleimani, nur eine "Ohrfeige" gewesen sei.

Ayatollah Khamenei fügte hinzu: "In den frühen Morgenstunden haben wir den Amerikanern nur eine Ohrfeige gegeben, aber wichtig ist, dass die aufrührerische Präsenz Amerikas in der Region beendet wird."

Bei seiner Ansprache vor Tausenden Bürgern in der heiligen Stadt Qom (südlich von Teheran) anlässlich des morgigen historischen Jahrestages des Aufstandes der Qomer Bürger am 19. Dei 1356 (9.Januar 1978) sagte der Revolutionsführer, die Amerikaner hätten Krieg, Tod, Aufruhr und Zerstörung in die Region gebracht.

Unter Hinweis auf den Märtyrertod von General Soleimani würdigte er dessen Mut und Weisheit und hob hervor: "Dieser Mann konnte sich den Plänen der Amerikaner, die mit riesigen Mengen an Geld und Propaganda sowie den Fähigkeiten der amerikanischen Diplomatie, die Politiker in der ganzen Welt schikanieren, widersetzen."

Bezüglich der Palästina-Frage hätten die Amerikaner geplant, diese in Vergessenheit geraten zu lassen, und die Palästinenser schwach zu halten, damit sie sich nicht trauten sich zu wehren. Dieser Mann habe es aber geschafft, dass ein kleines Gebiet, wie der Gazastreifen, gegenüber dem zionistischen Regime Widerstand geleistet habe, sodaß die Zionisten nach 48 Stunden nach einem Waffenstillstand gerufen hätten. "Das hat Qassem Soleimani geschafft", so Ayatollah Khamenei.

Auch im Irak, in Syrien und im Libanon seien die Pläne der USA mit seiner Hilfe vereitelt worden.

"Die USA wollen aus dem Irak wie zur Zeit des Schurkenregimes des Schahs in Iran und des heutigen saudischen Schurkenregimes, einen ölgefüllten Ort machen, wo sie tun und lassen können was sie wollen und diesen wie eine Milchkuh melken" fügte das Revolutionsoberhaupt hinzu.

Aber die gläubigen und mutigen Iraker und irakischen Instanzen würden demgegenüber Widerstand leisten, und General Soleimani habe dieser großen Front als Berater und Unterstützer geholfen. So sei es auch in Syrien und im Libanon gewesen. Dem Libonon wollten die Amerikaner den größten Faktor der Unabhängigkeit des Landes, das heißt die Widerstandskräfte der Hisbollah, wegnehmen, damit das israelische Regime Beirut einnehmen könne, aber die Hisbollah werde - Gott sei Dank - mit jedem Tag stärker, fügte er hinzu.

Er wies auf die millionenfache Beteiligung bei den Trauerfeierlichkeiten und Abschiedsgeleiten von Märtyrer General Soleimani und seinen Begleitern im Irak und Iran hin und erklärte, dass die Feinde durch diese enorme und außerordentliche Präsenz des iranischen Volkes gedemütigt wurden. Wahrscheinlich wollten sie dies nicht artikulieren, aber sie hätten keine andere Wahl.

Die Amerikaner, die  versuchten, diesen großen Kämpfer auf dem Wege Gottes (Mudschahed) und großen Befehlshaber des Kampfes gegen den Terrorismus als Terroristen darzustellen, seien unehrlich, lügnerisch und sarkastisch, und man könne sich nicht auf ihre Worte verlassen, aber das iranische Volk habe ihnen eine passende Antwort gegeben.

Das, was die Pflicht des Volkes der Islamischen Republik sei, sei die Erkennung des Feindes, bei der man sich nicht irren dürfe. Der Feind sei die globale imperialistische Arroganz und Amerika. Aber es würden große Anstrengungen unternommen, um diese Wahrheit umzukehren und die Meinung der Menschen durch raffinierte Propaganda zu ändern.

"Wir müssen den Feind kennen, er ist Amerika und das zionistische Regime und der imperialistische Apparat. Dieser sind nicht nur die USA und die Regierungen, es ist eine Gruppe von Unternehmen und Plünderern auf der ganzen Welt, die gegen jeden sind, der sich ihrer Unterdrückung und Plünderung widersetzt", fügte Ayatollah Khamenei hinzu.

Iran bezeichne nicht jede Regierung in der Region oder außerregional, die etwas gegen Iran sage, als Feind. "Solange sie nicht gegen uns handelt, sehen wir sie nicht als Feind an. Man darf bei der Erkennung des Feindes keinen Fehler machen", so der Revolutionsführer weiter.

Die iranischen Revolutionsgarden haben am frühen Mittwochmorgen mit den Angriffen auf zwei US-Stützpunkte im Irak auf den verbrecherischen terroristischen Anschlag der amerikanischen Invasionsmilitärs auf General Soleimani, den Kommandanten der Al-Quds Brigade der iranischen Revolutionsgarden geantwortet.

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