Jan 09, 2020 17:37 Europe/Berlin

General Qassem Soleimani war ein hochrangiger iranischer Offizier, dessen Popularität zugenommen hatte, nachdem er den Krieg gegen die IS-Terrormiliz auf den Schlachtfeldern in Syrien und im Irak geführt hatte.

General Qassem Soleimani war der Kommandeur der Quds-Brigade, dem ausländischen Zweig der iranischen Revolutionsgarde. Als Berater und Koordinator syrischer Truppen war er in Syrien eine große Hilfe, als der IS und andere Takfiri-Terroristen 2011 einen blutigen Angriff auf Syrien starteten.

Er spielte auch eine Schlüsselrolle bei der Entfaltung der irakischen Volksmobilmachungseinheiten, auch bekannt als Haschd al-Schaabi, im Jahr 2014, als die IS-Terrormiliz sein Kalifat im Irak erklärte und dort mehrere Provinzen angriff. Diesen Einheiten gelang es später, den IS zu besiegen und die Terroristengruppe aus dem Irak zu vertreiben. Diese Siege für die syrischen und irakischen Streitkräfte haben die Popularität von General Soleimani unter den Irakern, Syrern und Iranern weiter erhöht.

Als General Soleimani 2018 das Ende der IS-Herrschaft erklärte, bezeichneten ihn die Vereinigten Staaten, die sich selbst als Retter des irakischen und syrischen Volkes angaben, als seinen Erzfeind und als Hindernis für den Frieden im Nahen Osten. Daraufhin belegten sie ihn mit Sanktionen. Auch das israelische Regime setzte Soleimani auf seine sogenannte Terrorliste.

Jetzt im Jahr 2020 wirft die Ermordung von General Soleimani und des Vizechefs der irakischen Volksmobilmachungseinheiten, Abu Mahdi al-Muhandis in einem US-Drohnenangriff eine Schlüsselfrage auf: Kämpften die USA wirklich gegen den IS? Oder wurde, wie US-Präsident Donald Trump selbst sagte, der IS von seinem Vorgänger Barack Obama geschaffen? Vielleicht ist es jetzt nach der Ermordung von General Soleimani einfacher, diese Frage zu beantworten. Es steht klar, dass die Vereinigten Staaten einen Mann getötet haben, der die größte Rolle beim Auslöschen des IS und der Isolierung Washingtons gespielt hat.

Nach diesem Terroranschlag und dem Märtyrertod von General Soleimani und seiner Gefährten, die rund um die Uhr gegen IS und andere Takfiri-Terroristen gekämpft haben, stellt sich nun die Frage: Wer will wirklich Stabilität und Frieden in der Region herstellen, und wer zündet einen Krieg an, um Westasien zu plündern?

Kommentar