Jan 17, 2020 12:42 Europe/Berlin
  • Außenamtssprecher Iran über Äußerungen kanadischen Außenministers erstaunt

Teheran (IRIB-ParsToday) - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums zeigte sich über die Äußerungen des kanadischen Außenministers erstaunt, und forderte alle Parteien auf, bezüglich humanitärer Fragen, insbesondere bezüglich des tragischen Absturzes des ukrainischen Flugzeuges, nicht mit hässlichen und verurteilenden politischen Vorwänden zu reagieren.

François-Philippe Champagne, der kanadische Außenminister hat am Donnerstagabend bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Außenministern der beim Absturz der ukrainischen Passagiermaschine in Iran betroffenen Länder (Schweden, Ukraine, Afghanistan, England und die Niederlande), die in London veranstaltet wurde, in einer voreingenommenen Erklärung gefordert, Iran solle die Einreisevisa für die internationalen Experten ausstellen, damit diese ihre Ermittlungen vor Ort beginnen.

Abbas Mousawi, der Sprecher des iranischen Außenministeriums brachte erneut sein Mitgefühl mit den Angehörigen der Opfer dieses Unglücks zum Ausdruck und hob bezüglich der Pressekonferenz in London hervor, Iran habe über die Anteilnahme und Hilfe für die betroffenen Familien hinaus, eine sehr gute Zusammenarbeit mit den entsandten Delegationen dieser Länder geleistet.

Er fügte hinzu, der kanadische Außenminister fordere einen Tag nachdem die grundlegenden Maßnahmen von seiten Iran getroffen wurden und die Identifizierung der Opfer weitergehe, konsularischen Zugang und sonstigen Kooperationen, während Iran am ersten Tag des Vorfalls diesen Zugang allein aus humanitären Gründen gewährt habe.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte: "Iran hat Kanada in den letzten Jahren auf verschiedenen Wegen erklärt, dass es ungeachtet der politischen Verhältnisse der beiden Länder zweckmäßig ist, dass iranische und kanadische Staatsangehörige in beiden Ländern konsularische Vertretungen haben. Die kanadische Regierung hat sich jedoch aufgrund politischer Fragen und wegen ihrer Zusammenarbeit mit den USA, und der US-Politik zur Ausübung von Druck auf die iranischen Bürger, sogar geweigert, direkte Gespräche zu führen. Deshalb ist es jetzt unverständlich, aus welchen Gründen diese Äußerungen und Forderungen gemacht werden."

Am 8. Januar 2020 ist eine ukrainische Passagiermaschine mit insgesamt 176 Menschen an Bord in der Nähe des Imam-Khomeini Flughafens aufgrund des irrtümlichen Beschusses durch eine Abwehrrakete der Revolutionsgarden, die aufgrund amerikanischer Drohungen in Alarmbereitschaft waren, abgestürzt und alle Passagiere, zumeist Iraner, kamen ums Leben.

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