Feb 16, 2020 10:30 Europe/Berlin
  • Iran warnt LG und Samsung

Teheran (Press TV) - Das iranische Außenministerium hat gewarnt, dass ausländische Unternehmen, die das Land aufgrund von US-Sanktionen verlassen, nicht so leicht auf den Markt des Landes zurückkehren können.

"Bestimmte ausländische Unternehmen, die Iran in den letzten Jahren und Monaten verlassen haben und sich der Rüpelei der USA hingeben, sollten wissen, dass die Rückkehr auf den iranischen Markt viel schwieriger ist, als der Eintritt", schrieb der Sprecher des iranischen Außenministeriums Abbas Mousavi am Freitag auf Twitter.

Nach den Handelsprinzipien sei es schwieriger, auf einem Markt Fuß zu fassen, als in einen Markt einzutreten, schrieb Mousavi weiter.

"Die Iraner vergessen nicht die Freunde, die in schwierigen Zeiten an ihrer Seite stehen", so der Sprecher des iranischen Außenministeriums.

Der Sprecher fügte ein Foto von Arbeitern bei, die ein Banner des südkoreanischen Unternehmens Samsung in Iran entfernten.

Die Mitarbeiter der Unternehmen Samsung und LG - für die Iran ein Schlüsselmarkt im Nahen Osten ist - haben den Berichten zufolge am Freitag die Werbebanner von beiden koreanischen Unternehmen in diesem Land heruntergezogen.

Die beiden Unternehmen hatten in den vergangenen Monaten ihre Handelsbeziehungen mit Teheran gekürzt . Washington war im Mai 2018 einseitig aus dem umfassenden gemeinsamen Aktionsplan JCPOA ausgestiegen und hatte neue Sanktionen gegen Iran verhängt.

Beide Unternehmen verzeichneten im Iran große Verkäufe von Haushaltsgeräten und waren beliebte Marken für Fernsehgeräte, Klimaanlagen, Telekommunikationsgeräte und Waschmaschinen.

Laut einem Bericht des größten iranischen App-Marktes Café Bazaar deckte der Umsatz von Samsung insbesondere etwa die Hälfte des lukrativen iranischen Marktes für Android-Telefone ab. Bis Februar 2018 nutzten fast 18 Millionen Iraner über Samsung-Geräte.

Im November 2019 sagte der Leiter der iranischen Haushaltsgerätegewerkschaft Morteza Miri, dass die mit Samsung und LG verbundenen Unternehmen in Iran, Sam und Gplus, die Produktion fortsetzen werden.

Er sagte, dass die beiden verbundenen iranischen Unternehmen die Produktion mit „ihrer eigenen Ausrüstung, ihrem eigenen Personal und ihren eigenen Produktionslinien“ fortsetzen werden.  Benötigte Materialien von China werden importiert.

Laut einer Erklärung des Ministeriums für Handel, Industrie und Energie in Seoul war Iran einst der sechstgrößte Markt in Bezug auf Aufträge, die die südkoreanischen Bauunternehmen vor den Sanktionen erhalten hatten.

Seoul war derzeit gezwungen, die neuen Sanktionen der Trump-Regierung gegen Iran einzuhalten, obwohl offen anerkannt wurde, dass Washingtons Maßnahmen den südkoreanischen Unternehmen schaden. 

Im vergangenen Jahr verbot Washington Südkorea, iranisches Öl zu importieren.

Vor den Sanktionen war Südkorea der größte Kunde von iranischem Kondensat mit 300.000 Barrel sowie 100.000 Barrel Rohöl.

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