Mrz 11, 2020 09:39 Europe/Berlin
  • Neuer Schritt der USA um Scheitern der Öl-Sanktionen gegen Iran zu entgehen

Washington (ParsToday/Reuters) - Die US-Regierung hat neue Drohungen gegen Käufer iranischen Erdöls ausgesprochen, um vermutlich ein Scheitern wie bei früheren Sanktionen zu verhindern.

David Peyman, stellvertretender Assistent des US-Außenministers für Finanzierung und Sanktionierung von Bedrohungen, hat am Montag bekannt gegeben, dass die US-Regierung in Kürze Warnungen an Schifffahrtsunternehmen, Häfen und Versicherungsunternehmen herausgeben werde, die iranisches Öl auf See lagern und damit die US-Sanktionen gegen Iran umgehen wollen.

Dieser amerikanische Beamte kündigt zu einer Zeit neue Maßnahmen der US-Regierung für die Einschränkung des iranischen Ölexports an, in der die Trump-Regierung nach 22 Monaten seit ihrem Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen mit Iran -JCPOA- und nach den Behauptungen, den iranischen Ölexport in kurzer Zeit auf Null zu reduzieren, bisher nicht in der Lage war, trotz zahlreicher Drohungen gegen die Käufer iranischen Öls, diesbezüglich ihr Ziel zu erreichen.

Weiter sagte Peyman: "Wir werden jeden, der iranisches Öl, Petrochemie-Produkte oder Raffinerieprodukte von Iran lagert, unabhängig davon wo sie auf See gelagert werden, aufgrund des Verstoßes gegen die US-Sanktionen, mit eigenen Sanktionen belegen."

Wenn auch die US-Sanktionen für die iranische Wirtschaft Probleme gemacht haben, so haben jedoch die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF/IMF) in ihrem letzten Bericht prognostiziert, dass mit dem Nachlassen der Sanktionswirkungen der Abschwung der iranischen Wirtschaft in diesem Jahr (2020) enden werde.

Der US-Sender Bloomberg hat vor Kurzem betont, dass die US-Sanktionspolitik gegen Iran am Ende angekommen sei und die USA nicht mehr allzuviele Sanktionsmöglichkeiten gegen Iran hätten.


 

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