Apr 07, 2020 10:11 Europe/Berlin
  • Rohani: Länder sollen von Austausch der gegenseitigen Erfahrungen beim Kampf gegen Corona profitieren

Teheran (ParsToday) - Der iranische Präsident sagte, dass die Länder und Regierungen in der Welt nicht ohne gegenseitige Hilfen, Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch im Kampf gegen das Corona-Virus erfolgreich sein könnten.

Bei einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emanuell Macron sagte Präsident Rohani, das für Iran unter Sanktionsumständen der Kampf gegen COVID-19 schwieriger sei als für andere Länder.

"Die US-Regierung verletzt mit ihren illegalen anti-iranischen Sanktionen nicht nur die internationalen Vereinbarungen sondern auch die völkerechtlich bindenden Internationalen Gesundheitsvorschriften der Weltgesundheitsorganisation, WHO", so Hassan Rohani weiter.

Bei diesem Gespräch würdigte er auch die Initiative von UN-Generalsekretär Antonio Guterres für einen weltweiten Waffenstillstand in allen Ländern während der Corona-Pandemie und hob hervor: "Die Aufhebung der Sanktionen und die Durchführung der Verpflichtungen aller Vertragsseiten des internationalen Atomabkommens mit Iran -JCPOA- hat unter den gegebenen Umständen eine noch größere Bedeutung."

Der französische Präsident berichtete über die Lage in den europäischen Ländern während der Corona-Pandemie und die Bekämpfungsmaßnahmen. Außerdem brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass durch die Intensivierung des speziellen Finanzkanals INSTEX der Handelsaustausch und die finanzielle Zusammenarbeit zwischen Iran und Europa erleichtert würden.

Emmanuel Macron wies auf die bedeutende Rolle Irans bei den Fragen der Region hin und betonte den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit auf regionaler und internationaler Ebene zur Entwicklung von Frieden,Stabilität und Sicherheit in der Region.

Präsident Rohani dankte auch dem geehrten Revolutionsoberhaupt für die Bewilligung der Entnahme von 1 Milliarde Euro  aus dem Nationalen Entwicklungsfonds Irans (NDFI) zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie in Iran.

In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Planungs- und Haushaltsorganisation Mohammad Bagher Nobakht  gab der iranische Präsident die Anweisung, dass die Bereitstellung der notwendigen Mittel im Kampf gegen das Coroanvirus aus dem Nationalen Entwicklungsfond unter Nutzung iranischer Produkte und wissensbasierter Unternehmen erfolgen solle.

Iran produziert zum ersten Mal Favipiravir zur Behandlung von Coronavirus

Iran hat laut Dr. Ali Akbar Velayati, dem Leiter des Masih Daneshvari-Krankenhauses in Teheran das japanische Grippemittel Favipiravir, das hilfsweise gegen die Lungenerkrankung Covid-19 zum Einsatz kommen soll, zum ersten Mal hergestellt.

Trotz der weltweiten Ausbreitung des SARSCoV-2 Virus halten die USA an ihrer anti-iranischen Sanktionspolitik und der Maximal-Druck-Strategie gegen Iran fest. Sie blockieren außerdem illegal finanzielle Ressourcen und Vermögenswerte Irans im Ausland.

Trotzdem gehen parallel dazu die vorbeugenden und behandelnden Maßnahmen der iranischen Regierung mit Hilfe der Streitkräfte zur Früherkennung, Verfolgung von Kontaktpersonen, Isolierung von Patienten (Quarantäne) und Behandlung von Infizierten begleitet von allen Bevölkerungsschichten Irans mit Geschwindigkeit weiter.

Informationen des iranischen Gesundheitsministeriums zufolge wurden bisher rund 60 500 Menschen in Iran mit dem Coronavirus infiziert, 24.326 wurden geheilt entlassen und 3739 Menschen starben durch COVID-19.

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