Jun 01, 2020 11:25 Europe/Berlin
  • Iran: Neues Parlament sieht Gespräche mit den USA als

Teheran (ParsToday) - Das neu gebildete iranische Parlament hält Verhandlungen und eine Beschwichtigungspolitik mit den USA für nutzlos und schädlich.

Dies sagte der Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf am Sonntag in seiner ersten großen Ansprache an das Parlament.

Ghalibaf, der ehemalige Kommandeur der Luftwaffe der Revolutionsgarden (IRGC), kündigte Rache für den US-Drohnenangriff vom Januar an, bei dem General Qassem Soleimani getötet wurde. "Unsere Strategie im Umgang mit dem terroristischen Amerika ist, die Rache für das Blut des Märtyrers Soleimani zu Ende zu bringen. Dies wird die vollständige Vertreibung der terroristischen amerikanischen Armee aus der Region nach sich ziehen", sagte er. Das neue Parlament betrachte den Kampf gegen die Achse globaler Arroganz sowohl als ideologisches Ziel als auch als strategischen Nutzen.

Iran reagierte auf den Terroranschlag auf General Soleimani mit Raketenangriffen auf von den US-Truppen genutzte Stützpunkte im Irak. Ein Schritt, den das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei als Schlag ins Gesicht der Amerikaner bezeichnete.

"General Soleimnai, der die Quds Force der IRGC leitete, wurde am 3. Januar von den USA im Irak ermordet, wo er als treibende Kraft hinter den Kämpfen angesehen wurde, die zum Zusammenbruch der Terroristengruppe Daesh führten. 

In seiner Rede verwies der iranische Parlamentspräsident auf die Prioritäten des neuen Parlaments und sagte: "Das 11. Parlament wird es keinen Kompromiss in Bezug auf die Hauptideale der Islamischen Revolution akzeptieren. Es betrachtet die starke Konfrontation mit ausländischen Feinden, insbesondere Amerika und dem zionistischen Regime als seine Grundprinzipien. Das Parlament wird auch gegenüber den feindlich gesinnten bzw. heuchlerischen Strömungen im Inland keine Nachsicht zeigen." 

Ghalibaf bezeichnete ferner die Unterstützung der palästinensischen Nation, des unterdrückten jemenitischen Volkes, der libanesischen Hisbollah und der palästinensischen Widerstandsbewegungen Hamas und Islamischer Dschihad als revolutionäre und nationale Pflicht des neuen Parlaments.

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