Jul 01, 2020 12:11 Europe/Berlin
  • Iran: Saudische Unterstützung für Verlängerung des Waffenembargos gegen Iran ist ein bitterer Witz

Teheran (Press TV) - Das iranische Außenministerium hat in einer Erklärung mitgeteilt, es sei bitter und sarkastisch zu sehen, wie bestimmte kriegstreibenden arabischen Staaten am Persischen Golf ihr Gewicht hinter die US-Bemühungen stellen, das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen die Islamische Republik zu verlängern.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Abbas Mousavi, reagierte am Dienstag auf die jüngsten anti-iranischen Erklärungen, welche hochrangige saudische und bahrainische Diplomaten gemeinsam mit dem US-Sonderbeauftragten für Iran Brian Hook abgegeben hatten. 

Diese Staaten müssten verstehen, dass ihre Unterwerfung unter die USA die Region nicht sicherer machen werde, sagte Mousavi.

"Es ist überraschend zu sehen, dass einige Staaten wie Saudi-Arabien - die selbst eine Quelle des Terrorismus, Extremismus und der Instabilität in der Region sind, da sie Terroristengruppen wie Al-Kaida und IS seit Jahren  unterstützen - haltlose Anschuldigungen gegen die Islamische Republik erheben. Das hat dazu beigetragen, die regionalen Länder aus der Hand von solchen Terrorgruppen zu befreien", fügte Mousavi hinzu.

Weiter sagte er, dass es "ein bitterer Witz" sei, dass die Länder, die seit mehr als fünf Jahren das Blut von Tausenden Jemeniten vergießen, darunter Frauen und Kinder, eine Anfrage des US-Beauftragten unterstützten, der in die Region reiste, um die Unterstützung für die USA  zur "Verlängerung des Waffenembargos gegen unser Land" zu erhalten.

Zarifs sarkastische Reaktion auf Pompeos Behauptungen über das Ende des Waffenembargos gegen Iran

Der saudische Außenminister Adel al-Jubeir behauptete am Montag auf einer Pressekonferenz mit Hook in Riad, dass Iran "aggressiver werden" würde, wenn das Waffenverbot aufgehoben würde.

"Wir fordern die internationale Gemeinschaft nachdrücklich auf, das Embargo für den Verkauf von Waffen an Iran und die Fähigkeit dieses Landes, Waffen an die Welt zu verkaufen, zu verlängern", sagte Jubeir.

Später am Tag reiste Hook nach Manama, wo er mit dem bahrainischen Außenminister Abdullatif bin Rashid al-Zayani eine gemeinsame Erklärung gegen Iran abgab.

"In Anerkennung der schwerwiegenden Bedrohung durch iranische Waffentransfers in der Region und insbesondere in Bahrain fordern die USA und Bahrain den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf, das Waffenembargo gegen Iran vor dessen Ablauf zu verlängern", heißt es in der Erklärung.

Das Waffenembargo gegen Iran wird am 18. Oktober 2020 gemäß der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates aufgehoben. Chinesische und russische Verantwortliche mit Vetorecht im UN-Sicherheitsrat haben ausdrücklich erklärt, dass sie die Verlängerung des Waffenembargos gegen Iran ablehnten.

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"Es ist an der Zeit, dass diese Länder aufhören, irrationale Rhetorik zu machen und der US-Linie blindlings zu folgen, einem Land, das selbst eine Verkörperung von Unterdrückung und Ungerechtigkeit in der Welt ist, und zu der Einsicht kommen, dass die Sicherheit der Region nicht durch die Unterwerfung unter die USA aufrechterhalten werden kann", so der Sprecher des iranischen Außenministeriums.

"Die einzige Möglichkeit, Stabilität und Sicherheit in der Region zu schaffen, besteht darin, dass sie ihr iran-feindliches Verhalten ändern und sich der regionalen Zusammenarbeit zuwenden", erklärte Mousavi weiter.

Saudi-Arabien und Bahrain sind wichtige Partner bei der blutigen, von Riad angeführten, militärischen Invasion im Jemen.

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