Jul 03, 2020 11:52 Europe/Berlin
  • Iran: Aufhebung von Sanktionen ist für Eindämmung des Coronavirus erforderlich

New York (IRNA/ParsToday) - Der ständige Vertreter Irans bei den Vereinten Nationen Majid Takht-Ravanchi hat die Aufhebung der einseitigen Sanktionen, die die Bekämpfung des neuartigen Coronavirus schwächen, gefordert.

Takht-Ravanchi hob am Donnerstag in der Sitzung des UN-Sicherheitsrates über die Auswirkungen des Coronavirus hervor: "Epidemien mit einer hohen Sterblichkeitsrate wirken sich negativ auf die wirtschaftliche und soziale Situation der am Konflikt beteiligten Länder aus, und erschweren die Situation in diesen Ländern".

Der ständige Vertreter Irans bei den Vereinten Nationen wies außerdem auf die wegen der Coronavirus-Pandemie verursachten Probleme in Westasien insbesondere in Syrien und im Jemen hin und sagte, diese Situation sei durch die einseitigen US-Sanktionen gegen das syrische Volk sowie die Fortsetzung der Blockade gegen die Häfen und Flughäfen des Jemen verschärft worden.

"Iran als ein von den US-Sanktionen betroffenes Land weiß genau, wie und inwieweit diese Beschränkungen gegen die Einfuhr von medizinischen Ausrüstungen und Medikamenten die Kapazität der anderen Länder im Kampf gegen das Coronavirus schwächen", fügte Takht-Ravanchi hinzu.

Einseitige Sanktionen richten sich laut dem iranischen Vertreter bei der UNO in der Praxis am meisten gegen die Kranken und zeigen, wie unmoralisch, unmenschlich und rechtswidrig diese Sanktionen sind.

Takht-Ravanchi bezeichnete außerdem das Coronavirus als gemeinsamen Feind der Menschen und betonte, der einzige Weg zur Eindämmung dieses Virus seien praktische Solidarität und globale Zusammenarbeit.

USA verhindern den Medikamententransfer zur Behandlung von durch Coronavirus infizierten Menschen im Iran

Die einseitigen und unmenschlichen Sanktionen Washingtons gegen das iranische Volk betreffen auch Medikamente und weitere medizinische Hilfsgüter, wodurch die iranischen Bürger, insbesondere kranke Menschen, mit vielfältigen Problemen konfrontiert sind.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif kritisierte jüngst die feindliche US-Politik gegenüber Iran inmitten der Coronavirus-Pandemie und schrieb auf Twitter, "die Welt sollte nicht mehr über den US-Wirtschaftsterrorismus schweigen, dem jetzt der medizinische Terrorismus hinzugefügt wurde".

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