Jul 04, 2020 08:15 Europe/Berlin
  • Irans Außenministerium: Das

Teheran (ParsToday) - Zwei Tage vor dem Jahrestag der Entführung von vier iranischen Diplomaten im Libanon hat das iranische Außenministerium das israelische Regime für diesen "Terrorakt" politisch und rechtlich verantwortlich gemacht.

Bei einem Terrorakt am 05. Januar 1982 entführten israelische Söldner vier iranische Diplomaten, Seyyed Mohsen Mousavi, Ahmad Motevaselian, Kazem Akhavan und Taghi Rastegar Moghaddam, auf libanesischem Boden.

Es gebe Hinweise darauf, dass die iranischen Diplomaten, die 1982 im Nordlibanon entführt worden seien, an israelische Besatzungstruppen übergeben, anschließend in die besetzten Gebiete befördert worden seien und derzeit in illegalen Gefängnissen festgehalten würden, verlautete aus einer am Freitag vom Außenministerium der Islamischen Republik verbreiteten Erklärung.

In dieser Erklärung beklagte das iranische Außenministerium das Schweigen und die Untätigkeit der internationalen Gemeinschaft und der Menschenrechtsorganisationen als Reaktion auf „diese kriminelle und terroristische Handlung“. Dort hieß es dazu weiter: "Das zionistische Regime begeht mit Unterstützung der Vereinigten Staaten weiterhin Verbrechen und verstößt gegen das Völkerrecht und weigert sich, die Verantwortung dafür zu übernehmen."

Darin dankte das iranische Außenministerium ferner der libanesischen Regierung für ihre Zusammenarbeit und ihre Bemühungen um das Schicksal der vier iranischen Diplomaten und forderte erneut libanesische Behörden sowie den Generalsekretär der Vereinten Nationen, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und andere internationale Gremien auf, ihrer natürlichen, rechtlichen und menschlichen Pflicht hinsichtlich der Aufklärung dieser Angelegenheit nachzukommen.

In diesem Zusammenhang bekräftigte das iranische Außenministerium den Vorschlag, dass das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ein Untersuchungskomitee einrichten wird und äußerte die Hoffnung, dass alle in den israelischen Gefängnissen festgehaltenen Gefangenen und Häftlinge bald freigelassen würden. 

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