Jul 08, 2020 13:07 Europe/Berlin
  • Südkorea gibt Teile eingefrorener iranischer Gelder frei

Teheran (Press TV) - Südkorea hat sich bereit erklärt, einen Teil der iranischen Gelder freizugeben, die unter dem Druck der USA in den Banken dieses Landes eingefroren wurden.

Hossein Tanhayi, Vorsitzender der Gemeinsamen Handelskammer Iran-Südkorea, sagte am Dienstag, die beiden Länder hätten vereinbart, die erste Zahlung für den Kauf von Medikamenten und medizinischen Geräten durch Iran zu verwenden.

"Es wurde vereinbart, dass ein Teil des iranischen Geldes in Südkorea in Form von medizinischen Ausrüstungen und Medikamenten an Iran zurückgegeben wird", sagte Tanhayi in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ILNA.

Die Ankündigung erfolgt zwei Tage, nachdem der Präsident der iranischen Zentralbank Abdolnasser Hemmati einige positive Nachrichten über die Rückgabe von im Ausland blockierten Geldern erhalten hatte, inmitten des Mangels an Hartwährungen, welcher die Wechselkurse auf historische Höchststände gebracht hat.

In den iranischen Medien gab es am Montag Spekulationen, dass das fragliche Land Südkorea sein könnte.

Die iranischen Regierungsverantwortlichen sagten im März, die südkoreanischen Banken hätten den iranischen Zugang zu den Geldern in Milliardenhöhe, die seit 2018 eingefroren waren, als die USA ihre einseitigen Sanktionen gegen Iran verhängten, erneut eingeschränkt.

Es hieß, die Banken hätten begonnen, die Anträge Irans auf  die Verwendung der Gelder für den Kauf von Medikamenten und medizinischen Geräten zu blockieren, obwohl Teheran diese zur Bekämpfung der neuen Corornavirus-Pandemie benötigte.

Tanhayi sagte, es sei nun Sache der iranischen Zentralbank und des iranischen Gesundheitsministeriums, die Mittel für solche Einkäufe in Südkorea maximal zu nutzen.

"Wir hoffen, dass wir einen beträchtlichen Teil dieses Geldes ins Land zurückbringen können", sagte Tanhayi über die Gelder, die auf 6,5 bis 9 Milliarden US-Dollar geschätzt werden und mit früheren Öl-Exporten nach Südkorea zusammenhängen.

Er fügte hinzu, dass Iran künftig versuchen werde, die Verwendung der Mittel auf Einkäufe von Lebensmitteln und Tierfutter auszuweiten.

Kommentar