Jul 23, 2020 12:47 Europe/Berlin
  • Iran: Härtere Rache erwartet Täter der Ermordung von General Soleimani

Teheran (Press TV/ParsToday) - Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans hat erklärt, härtere Rache erwarte die Täter der Ermordung des Kommandanten der Al-Quds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden General Qassem Soleimani und seiner Begleiter.

Ali Shamkhani schrieb gestern auf Twitter, US-Präsident Donald Trump habe zugegeben, dass der Amerikaner auf seinen direkten Befehl das Verbrechen begangen hätten, General Soleimani und Abu Mahdi al-Muhandis, den Stellvertreter der irakischen Volksmobilmachungseinheiten zu ermorden, die zu den herausragenden Persönlichkeiten der Anti-Terror-Kampagne gehörten.  

"Die beiden iranischen und irakischen Völker sind die Bluträcher dieser Märtyrer und werden nicht ruhen, bis sie die Täter bestrafen", hieß es in einem Teil des Tweets.

"Harte Rache ist einer der Wege", so Shamkhani weiter.

Iran: Antwort an die Amerikaner wird in verschiedenen Formen fortgesetzt

Die beiden Kommandeure und einige ihrer Gefährten wurden am 3. Januar bei einem US-Luftangriff in der Nähe des Flughafens von Bagdad ermordet, als General Soleimani zu einem offiziellen Besuch in der irakischen Hauptstadt war.

Beide Kommandeure waren äußerst beliebt, da sie eine Schlüsselrolle bei der Beseitigung der von den USA gesponserten Terroristengruppe IS in der Region spielten, insbesondere im Irak und in Syrien.

Am 8. Januar 2020 antworteten die iranischen Revolutionsgarden auf dieses terroristische Verbrechen mit mehr als 10 Raketenabschüssen auf den US-Stützpunkt Ayn al-Assad im Irak.

Terror-Akte von General Soleimani: Trump wird strafrechtlich verfolgt

Außerdem hat die Generalstaatsanwaltschaft von Teheran für 36 Personen, die am Terroranschlag auf General Soleimani, verwickelt waren, oder den Befehl dazu erteilt haben, Haftbefehl erlassen. Die Staatsanwaltschaft von Teheran beschuldigte die Männer des "Mordes" und des "Terrorakts" und fügte hinzu, dass US-Präsident Donald Trump ganz oben auf der Liste stehe und dass seine Strafverfolgung auch nach Ablauf seiner Amtszeit fortgesetzt werde.

Revolutionsoberhaupt: Iran will einen unabhängigen Irak, und die USA sind ein großer Feind des Irak

Das iranische Revolutionsoberhaupt Ayatollah Ali Khamenei nannte am Dienstag bei einem Treffen mit dem irakischen Premierminister Mustafa al-Kazemi in Teheran die Gräueltaten der USA bei den Attentaten auf die Generäle Qassem Soleimani und Abu Mahdi al-Muhandis als Beispiele für das Ergebnis der US-Präsenz in der Region und betonte: "Die Islamische Republik Iran wird diesen Fall niemals vergessen und den Amerikanern definitiv einen Gegenschlag versetzen".

UN-Sonderberichterstatterin Callamard: Ermordung von General Soleimani bricht mit internationalen Normen

Auch die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen Agnes Callamard hat die Ermordung des iranischen Generals Qassem Soleimani als Verstoß gegen die internationalen Normen für extraterritoriale Militäreinsätze bezeichnet. Sie sagte, Washington habe die Welt mit der Ermordung des hohen iranischen Anti-Terror-Kommandanten einer beispiellosen Gefahr ausgesetzt.

Callamard warnte ebenfalls, es sei die Zeit, dass die internationale Gemeinschaft ihr Schweigen über die rechtswidrigen Morden durch Washington breche.

Kommentar