Aug 11, 2020 09:25 Europe/Berlin
  • Zarif: Die postwestliche Welt nimmt Gestalt an

Teheran (ParsToday) - "Das Monopol des Westens auf internationale Beziehungen nimmt ab", sagte der iranische Außenminister und fügte hinzu, dass sich die postwestliche Welt weiterentwickele.

Mohammad Javad Zarif hat am Montag bei seiner 3. Instagram-Online-Vorlesung zum Thema "Die Welt im Wandel" bezüglich der Tatsache, dass alles was bis vor kurzem in der Welt von Bedeutung war, bzw. alles was sich in der westlichen Geographie oder in ihrem politischen Bereich ereignete, ein Monopol des Westens gewesen sei, aber aufgrund globaler Entwicklungen sei dieses Monopol im Schwinden und der Grund dafür seien die globalen Veränderungen einschließlich der Herausforderungen und Chancen.

"Der Westen ist nicht fähig allein alle Herausforderungen zu bewältigen und kann nicht allein seine Umwelt, Sicherheit und den sozialen Zusammenhalt seiner Völker schützen und sichern", sagte der iranische Außenminister.

In einem anderen Teil seiner Rede erklärte er, dass das Atomabkommen -JCPOA- eine Bewegung gewesen sei von einer negativen Summe zu einer positiven Summe überzugehen, und fügte hinzu: "Leider waren solche Momente im Laufe der Geschichte nur kurz, weil die negative Summe für einige einflussreiche Agitatoren nützlicher ist."

"In den letzten zwei Jahrhunderten haben Wettbewerde und Ereignisse mit der Ergebnissumme Null immer zu Kriegen, Katastrophen und Rückständigkeit geführt und niemals Sicherheit für irgendjemanden geschaffen", sagte der iranische Außenminister weiter.

Außerdem wies er auf die Tötung vieler Menschen als Folge von Extremismus und Terrorismus hin und ergänzte: "Der IS ist das Produkt von Aggression, Angriff, Besatzung, Wut und Unzufriedenheit, und Extremismus ist das Produkt der Unzufriedenheit und Wut der Menschen gegen die Besatzung und insbesondere gegen Ungerechtigkeit."

Die Fakultät für Weltstudien der Universität Teheran ist Gastgeber für die 5 Instagram-Online Vorlesungen von Außenminister Zarif.

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