Aug 13, 2020 13:17 Europe/Berlin
  • Rohani zu Macron: Europa sollte sich nicht von den USA beeinflussen lassen

Teheran/Paris (ParsToday/Press TV) - Das gegen Iran verhängte Waffenembargo sollte laut dem iranischen Staastpräsidenten gemäß der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates am 18. Oktober aufgehoben werden.

Bei einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Mittwoch wies Hassan Rohani auf die US-Maßnahmen zur Zerstörung des Atomabkommens (JCPOA) hin und sagte, Europa sollte sich nicht von den Vereinigten Staaten beeinflussen lassen und in seine Falle treten.

Die von den USA vorgeschlagene Resolution verstoße gegen die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates und alle Länder insbesondere die Mitgliedsstaaten der G 4+1 müssten starken Widerstand dagegen leisten, erklärte Rohani. Da die USA vor zwei Jahren aus dem JCPOA ausgestiegen seien, hätten sie nun kein Recht, diesen Mechanismus anzuwenden, fügte der iranische Präsident hinzu.

Mit Hinweis auf die illegalen US-Sanktionen gegen Teheran inmitten der Coronavirus-Pandemie sprach Rohani sich für den Ausbau der Wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Iran aus, sowie für Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Coronavirus.

Präsident Rohani wies außerdem auf die Lage im Libanon nach der jüngsten massiven Explosion in Beirut hin und betonte, der Libanon brauche mehr Einheit zwischen den politischen Gruppen und alle müssten dazu beitragen, diese Einheit zu schaffen.

"Es ist sehr wichtig, dass wir alle der libanesischen Justiz helfen, die Verantwortlichen für diesen Vorfall zu finden", hieß es weiter.

Der französische Präsident bekräftigte auch bei diesem Telefongespräch die Notwendigkeit das JCPOA aufrecht zu erhalten und sagte. "Unsere Ansichten über die Verlängerung des Waffenembargos gegen Iran unterscheiden sich vollständig von denen der USA, und wir haben ihnen dies klar gemacht".

Macrons Libanonbesuch im Kolonialstil löst Spott und Aufschrei aus

Macron wies zudem auf seinen Libanon-Besuch hin und lud Teheran zur Teilnahme an der internationalen Arbeitsgruppe zur Lösung der politischen Krise im Libanon ein. Irans Präsident begrüßte diese Einladung.

Zu den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Iran und Europa sagte der französische Präsident: "Wir unternehmen Schritte, um das europäische Finanzsystem zur Zusammenarbeit mit Iran aktiver zu machen".

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