Sep 16, 2020 11:33 Europe/Berlin
  • Iran warnt USA vor

Teheran (Press TV) - Die iranische Regierung hat die USA vor einem weiteren "strategischen Fehler" gewarnt, nachdem US-Präsident Donald Trump Teheran mit einem gewaltigen Angriff gedroht hatte.

"Wir hoffen, dass sie keinen neuen strategischen Fehler machen. In diesem Fall werden sie unserer Reaktion und der Reaktion der Widerstandsfront gegenüberstehen", sagte der iranische Regierungssprecher Ali Rabiei am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Teheran.

US-Präsident Donald Trump hat Iran mit massiver Vergeltung im Falle eines iranischen Angriffs auf sein Land gedroht. Die USA würden mit einem Gegenangriff von "tausendfach größerem Ausmaß" antworten, schrieb Trump am Montag auf Twitter.

Szenarien der politischen Medienpropaganda gegen Iran

Der US-Präsident reagierte damit auf einen Medienbericht, wonach Teheran als Vergeltung für die gezielte Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani zu Jahresbeginn bei einem US-Drohnenangriff im Irak ein Attentat auf die US-Botschafterin in Südafrika planen soll. Die Behauptung wurde ursprünglich in einem Bericht der Zeitschrift POLITICO aufgestellt. Iran wies die Vorwürfe kategorisch zurück.

Als Antwort sagte der iranische Regierungssprecher: "Wir haben im Laufe der Geschichte in der Region gesehen, dass die USA die Kriege in Afghanistan und im Irak auf der Grundlage von Scheinberichten initiiert haben. Das ist eine amerikanische Tradition".

Der derzeitige US-Präsident habe nichts anderes zu tun, als den regionalen und internationalen Frieden zu gefährden.

Der Sprecher riet den USA, "neue Abenteuer zu vermeiden", da die Schaffung neuer Unsicherheit in der Region, um die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen, "unverzeihlich" und "Verrat an der Menschheit" sei.

Rabiei sagte, Trumps Regierung habe General Soleimani ermordet, der das "Symbol für Frieden und Kampf gegen den Terrorismus in der Region" gewesen sei. Er betonte, dass das iranische Volk dies niemals vergessen werde.

Iran: US-Kriegstreiber nutzen leichtgläubige Journalisten als Instrument

Das iranische Außenministerium hat einen US-Bericht vehement zurückgewiesen, wonach Teheran eine amerikanische Diplomatin als Vergeltung für die US-Ermordung von General Qassem Soleimani töten wollte.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Saied Khatibzadeh schrieb am Montag auf Twitter, die US-Kriegstreiber nutzten immer wieder leichtgläubige Journalisten, um die Öffentlichkeit zu täuschen.

Tags

Kommentar