Sep 18, 2020 11:12 Europe/Berlin
  • Iran: Explosion in Natanz war eine Sabotage

Wien (IRINN) - Der ständige Vertreter Irans bei den internationalen Organisationen in Wien hat mitgeteilt, die jüngste Explosion in der Atomanlage Natanz sei eine Sabotage der Feinde gewesen.

Kazem Gharibabadi betonte gestern, die Sicherheit der Nuklearindustrie sei von großer Bedeutung für die Islamische Republik Iran.

Iran warne vor solch einem gefährlichen Abenteuer. Die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und ihre Mitgliedsstaaten müssten diese bösartigen Aktionen verurteilen, sagte der ständige Vertreter Irans bei den internationalen Organisationen.

Gharibabadi erinnerte an ihre Verantwortung in Bezug auf die IAEA-Resolutionen zur Sabotage in den Atomanlagen der Mitgliedsländer: "In den verschiedenen Resolutionen der IAEA-Generalkonferenz wurde bekräftigt, dass jeder bewaffnete Angriff und jegliche Bedrohung gegen Atomanlagen, die friedliche Zwecke haben, gegen die Grundsätze der UN-Charta, die internationalen Vorschriften und den Status der Agentur verstößt".

"Iran behält sich das Recht vor, seine Atomanlagen zu schützen und gleichzeitig auf diese Bedrohungen angemessen zu reagieren", so Gharibabadi weiter. Er betonte weiter, solche bösartigen Aktionen hätten keine negative Auswirkung auf das Atomprogramm Irans, sondern dienten als Anreiz, um seine Fortschritte zu beschleunigen.

Iran: Unfall in Atomanlage Natanz

Iran hat jüngst einen Vorfall in der Atomanlage Natanz in der zentraliranischen Provinz Isfahan gemeldet. Die Hauptanlage zur Urananreicherung ist jedoch nicht beschädigt worden. In Natanz befindet sich eine der wichtigsten Atomanlagen des Landes. Diese Atomanlage wird derzeit von der Internationalen Atomenergiebehörde im Rahmen des Atomabkommens von 2015 zwischen Teheran und den fünf Weltmächten überwacht.

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