Sep 18, 2020 16:00 Europe/Berlin
  • Anbindung des iranischen Stromnetzes an Russland und Aserbaidschan beginnt in Kürze

Teheran (IRNA/PressTV) - Iran, Russland und Aserbaidschan stehen kurz vor dem Beginn der Arbeiten an einem Projekt zur Verknüpfung ihrer Stromversorgungssysteme, heißt es in einem Bericht, während Teheran einen besseren Zugang zu regionalen Energiemärkten für den Export seines überschüssigen Stroms anstrebt.

Der Donnerstag-Bericht der offiziellen Nachrichtenagentur IRNA zitierte die jüngsten Aussagen hochrangiger Beamter aus den drei Ländern, wonach das vor etwa 15 Jahren vereinbarte und 2017 gestartete Projekt bald umgesetzt werden würde.

Dem Bericht zufolge nähere sich die Studienphase des Projekts, die einem iranischen Auftragnehmer in Auftrag gegeben worden ist, ihrem Ende und die Behörden bereiten sich auf den Beginn der Umsetzungsphase vor.

Der iranische Energieminister Reza Ardakanian sagte letzte Woche, dass Machbarkeits- und technische Studien im Zusammenhang mit dem Projekt in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

In dem Bericht der IRNA wurden auch Kommentare des russischen Außenministers Seregj Lawrow während eines Treffens mit aserbaidschanischen Beamten im September letzten Jahres zitiert, in dem er darlegte, dass sowohl Moskau als auch Baku beabsichtigen, das relativ komplizierte Projekt umzusetzen.

Es wurde auch auf Kommentare des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev im Januar verwiesen, in denen er die immensen Kapazitäten hervorgehoben hatte, die für die elektrische Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan, Iran und Russland bestanden.

Laut IRNA würde die Umsetzung des Projekts die Zuverlässigkeit der Stromnetze in den drei Ländern stärken und gleichzeitig Möglichkeiten für mehr Stromexporte aus Iran schaffen, einem Land, in dem die Stromerzeugungskapazität im Laufe der Jahre stetig gestiegen ist.

Iran und Russland haben ihre Handels- und Energiebeziehungen in den letzten Jahren hauptsächlich durch die Vereinbarung einer Reihe wichtiger Infrastrukturprojekte in Iran ausgeweitet, während es Teheran gelungen ist, Zugang zu einem von Russland geführten Wirtschaftsblock zu erhalten, um Vorzugszölle für Importe und Exporte bestimmter Waren zu erhalten.   

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