Sep 27, 2020 14:34 Europe/Berlin
  • Zarif drängt darauf, Angriffe auf diplomatische Vertretungen im Iark einzustellen

Teheran (ParsToday/PressTV) - Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat alle Angriffe auf diplomatische Orte im Irak verurteilt und erklärt, solche Angriffe müssten gestoppt werden.

Bei einem Treffen am Samstag mit seinem irakischen Amtskollegen Fuad Hussein in Teheran sagte Zarif, Angriffe auf diplomatische Standorte seien "inakzeptabel".

Er ging auf Angriffe gegen die diplomatischen Standorte Irans ein und betonte die Notwendigkeit, die Würde und Sicherheit der iranischen Diplomaten im Irak zu gewährleisten.

Im vergangenen Jahr stürmte eine Gruppe von Randalierern das diplomatische Konsulat der Islamischen Republik in der heiligen irakischen Stadt Nadschaf und setzte sie in Brand. Das iranische Konsulat in der Hafenstadt Basra war ebenfalls im Jahr zuvor in Brand gesteckt worden, als Randalierer gegen wirtschaftliche Sparmaßnahmen und Korruption protestierten.

Die stark befestigte Grüne Zone in Bagdad, in der sich ausländische diplomatische Stätten und Regierungsgebäude befinden, wurde in den letzten Jahren häufig von Raketen und Sprengstoff angegriffen.

Das Hauptziel der Angriffe soll die US-Botschaft sein, aber auch andere Botschaften wurden angegriffen. In einem der jüngsten Fälle Anfang dieses Monats, zielte ein improvisierter Sprengsatz auf ein Fahrzeug der britischen Botschaft, das vom Flughafen Bagdad außerhalb der Grünen Zone zurückkehrte, in dem sich die britische Botschaft und andere diplomatische Missionen befinden.

Als Reaktion auf den Angriff verurteilte das iranische Außenministerium alle Aggressionen gegen ausländische diplomatische Vertretungen im Irak.

Normalerweise übernimmt niemand die Verantwortung für diese Angriffe. Die USA beschuldigen jedoch irakische schiitische Gruppen und haben die irakische Regierung aufgefordert, solche Angriffe zu stoppen. Irakische Gruppen wiederum sagen, dass die USA die Angriffe gegen ihre eigene Botschaft organisieren, um ihre fortgesetzte Präsenz auf dem Territorium des arabischen Landes zu rechtfertigen.

Ds irakische Parlament stimmte im Januar einstimmig einem Gesetzesentwurf zu, der den Abzug aller von den Vereinigten Staaten angeführten ausländischen Streitkräfte aus dem Land forderte, nachdem der oberste iranische Militärbefehlshaber, Generalleutnant Qassem Soleimani, und der Stellvertreter der irakischen Volksmobilmachungseinheiten (PMF) Abu Mahdi al-Muhandis ermordet worden waren.

Bei der Sitzung am Samstag in Teheran verwies Außenminister Zarif auf die Ermordung von General Soleimani durch die Vereinigten Staaten im Irak und forderte die Regierung in Bagdad auf, ihre diesbezügliche Verantwortung wahrzunehmen. Der irakische Top-Diplomat wiederum sagte, der Irak werde nicht zulassen, dass sein Boden für die Bedrohung der Nachbarländer genutzt wird. 

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