Sep 29, 2020 14:33 Europe/Berlin
  • Streit um Berg-Karabach: Iran dementiert Waffentransfer an Armenien

Teheran (ParsToday) - Das iranische Außenministerium hat die Lieferung von Waffen und Militärausrüstungen an Armenien über Iran im Konflikt zwischen diesem Land und Aserbaidschan dementiert.

Die Islamische Republik Iran erlaube keinem Land in keiner Weise, ihr Territorium für die Lieferung von Waffen und Munition zu nutzen, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Said Khatibzadeh am Dienstag vor Reportern in Teheran.

"Der Verkehr von LKWs sowie der Transit von konventionellen nicht-militärischen Gütern zwischen Iran und seinen Nachbarländern werden normalerweise immer durchgeführt, und die LKWs fahren nur in diesem Rahmen", sagte er weiter.

Die Islamische Republik Iran überwache und kontrolliere genau den Güterverkehr und  -transit in die Nachbarländer, und erlaube in keinster Weise die Nutzung des iranischen Territoriums für den Transfer von Waffen und Munition, fügte Khatibzadeh hinzu.

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen armenischen und aserbaidschanischen Kräften in der Region Berg-Karabach flammte am Sonntagmorgen erneut auf. Internationale Vermittler haben in den letzten Monaten keine ernsthaften Anstrengungen zur Beilegung des Konflikts unternommen.

Der Streit der beiden Länder um die Region Berg-Karabach begann 1988 und eskalierte 1991 zu einem militärischen Konflikt, wobei einige ausländische Interventionen zu erhöhten Spannungen führten.

Berg-Karabach-Konflikt: Zarif führt Telefongespräche mit Außenministern Armeniens und Aserbaidschans

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat am Sonntagabend in getrennten Telefongesprächen mit den Außenministern Armeniens und Aserbaidschans beide Seiten aufgerufen, Zurückhaltung zu üben, den Konflikt umgehend zu beenden und die Verhandlungen im Rahmen der internationalen Rechte und Vorschriften wieder aufzunehmen.

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