Nov 24, 2020 14:30 Europe/Berlin
  • Iran: Sanktionen behindern Bekämpfung des Coronavirus in Entwicklungsländern

Wien (Press TV) - Der ständige Vertreter Irans bei den internationalen Organisationen in Wien hat seine Besorgnis über die Auswirkungen der einseitigen Sanktionen auf die Eindämmung des Coronavirus in Entwicklungsländern zum Ausdruck gebracht und die Notwendigkeit einer koordinierten globalen Reaktion auf die Pandemie unterstrichen.

Der Kampf gegen COVID-19, die durch das Coronavirus verursachte Krankheit, erfordere einen umfassenden und koordinierten multilateralen Ansatz, der die gefährdeten Länder unterstütze, sagte Kazem Gharibabadi am Montag in seiner Rede anlässlich der 48. Sitzung der Organisation der Vereinten Nationen für Industrielle Entwicklung (UNIDO), die virituell abgehalten wurde.

"Wir sehen immer noch die Anwendung einseitiger Sanktionen gegen einige Länder, die eindeutig gegen die Ziele und Grundsätze der UN-Charta, die internationalen Vorschriften und die Menschenrechte sowie gegen die Grundsätze des Multilateralismus und die Normen der Diplomatie und der internationalen Beziehungen verstoßen", sagte Gharibabadi.

"Wir sind zutiefst besorgt über die schwerwiegenden Folgen des Coronavirus für viele Entwicklungsländer, einschließlich derer, die anfällig sind und vor ernsthaften Herausforderungen stehen, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen", fügte er hinzu.

Der iranische Gesandte betonte zudem, dass das Coronavirus durch globale Zusammenarbeit und Solidarität eingedämmt werden sollte.

Iran: Aufhebung von Sanktionen ist für Eindämmung des Coronavirus erforderlich

"Wir sind der festen Überzeugung, dass jetzt der kritische Zeitpunkt für eine ernsthafte Zusammenarbeit und Kommunikation gekommen ist, nicht nur auf der Grundlage gemeinsamer Verantwortung, sondern auch durch eine entscheidende gemeinsame Aktion als internationale Gemeinschaft ", sagte er.

Gharibabadi forderte die UNIDO ferner auf, die Zusammenarbeit mit anderen globalen Organisationen zu verstärken, um sicherzustellen, dass die betroffenen Länder Zugang zu medizinischen Geräten sowie einer fairen Produktion und Verteilung von Impfstoffen erhalten.

In den letzten Monaten wurde in den USA und anderen Ländern zunehmend gefordert, dass Washington seine einseitigen Sanktionen aufhebt, welche die weltweiten Bemühungen um die Eindämmung der tödlichen Coronavirus-Pandemie zunichte machen.

Die UNO, die EU, Menschenrechtsorganisationen sowie mehrere amerikanische Kongress-Abgeordnete und politische Persönlichkeiten haben die US-Regierung aufgefordert, die Sanktionen gegen Iran, Venezuela, Syrien, Kuba und Nordkorea aufzuheben.

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai 2018 den Ausstieg der USA aus dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans JCPOA des Atomabkommens mit Iran bekannt gegeben und die einseitigen Sanktionen gegen Iran wieder aufgenommen.

Washington behauptet weiterhin, dass Lebensmittel und Medikamente von den unmenschlichen restriktiven Maßnahme gegen Iran ausgenommen seien; eine Behauptung, die Teheran als völlig falsch kritisiert.