Jan 08, 2021 13:52 Europe/Berlin
  • Revolutionsoberhaupt: Wahl-Fiasko und Menschenrechtbilanz zeigen was das

Teheran (ParsToday/PressTV) – Laut dem Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, sei es seltsam, dass einige die USA trotz des Wahl-Fiaskos, der gelähmten Wirtschaft und der Menschenrechtsbilanz des Landes immer noch als ihr Idol verehren.

„Heute können wir sehen, was aus diesem großen Idol geworden ist. Das ist ihre Demokratie. Dies ist ihr Wahl-Fiasko. Dies sind ihre Menschenrechte: Sie töten alle paar Stunden oder Tage eine schwarze Person, und der Mörder wird nicht strafrechtlich verfolgt. Dies sind die ‚amerikanischen Werte‘, die heute verhöhnt werden. Dies ist ihre gelähmte Wirtschaft. Die US-Wirtschaft ist wirklich gelähmt“, sagte Ayatollah Khamenei am Freitag in einer Fernsehansprache.

"Seltsamerweise verehren einige Amerika noch immer", fügte der Führer hinzu.

Das Oberhaupt erinnerte, dass das Ergebnis der US-Präsenz in Iran [vor der Revolution von 1979] wirtschaftliche und wissenschaftliche Armut und Korruption gewesen sei.

"Einige denken, dass [Iran] zu einem Paradies wird, wenn wir uns mit den USA versöhnen und mit ihnen interagieren", fügte er hinzu.

Ayatollah Khamenei bemerkte weiter, dass die Amerikaner selbst zugeben, dass ihre Interessen durch die Schaffung von Instabilität in der Region gesichert werden. "Die USA sehen unter den gegenwärtigen Umständen ihr Vorteil in der regionalen Instabilität, außer wenn sie selbst die dominierende Macht in der Region werden", fügte er hinzu.

„Das haben sie zugegeben. Ein berühmter Experte einer dieser amerikanischen Denkfabriken sagte deutlich: ‘Wir sind nicht auf der Suche nach Stabilität im Iran, im Irak, in Syrien und im Libanon.‘ Die Hauptfrage ist nicht, ob es in diesen Ländern Instabilität gibt. Es geht vielmehr darum, diese Instabilität zu erzeugen. Einmal mit den IS (Daesch) und einmal mit den Aufständen im Jahr 2009 (Unruhen nach den Wahlen im Iran) oder den Dingen, die sie in der Region tun“, sagte Ayatollah Khamenei.

Das Revolutionsoberhaupt betonte, dass Iran sich dem Bestreben der USA stelle, Instabilität im Land zu schaffen.

„2009 wollten die USA Iran instabil machen. Aber das ist ihnen selbst in den Jahren 2020-21 wiederfahren. Sie haben die Leute gesehen, die in den US-Kongress eingedrungen sind. Das wollten die Amerikaner in Iran bewirken. Sie wollten Chaos schaffen und einen Bürgerkrieg auslösen“, fügte Ayatollah Khamenei hinzu.

"Kein amerikanischer oder britischer Impfstoff"

An anderer Stelle in seinen Ausführungen sprach sich der Vorsitzende gegen den Import von COVID-19-Impfstoffen aus den USA und Großbritannien aus.

"Ich habe es bereits Regierungsverantwortlichen gesagt und kündige es jetzt öffentlich an. Der Import von amerikanischen und britischen Impfstoffen ist verboten", bemerkte der Vorsitzende.

"Hätten die Amerikaner es geschafft, einen Impfstoff herzustellen, wären sie heute in ihrem eigenen Land nicht mit einer solchen Katastrophe konfrontiert gewesen", sagte Ayatollah Khamenei und bezog sich auf rund 4.000 COVID-19-Todesfälle pro Tag in den USA.

"Ich vertraue ihnen wirklich nicht. Manchmal ist es so, dass sie den Impfstoff an anderen Nationen testen wollen ", fügte das Oberhaupt hinzu.

Ayatollah Khamenei bemerkte auch, dass er Frankreich nicht optimistisch gegenüberstehe, da das Land Anfang der neunziger Jahre in einen Skandal mit infizierten Blutprodukten verwickelt war.

Das Revolutionsoberhaupt betonte jedoch, dass die iranische Regierung den COVID-Impfstoff aus anderen zuverlässigen Quellen liefern dürfe.

Ayatollah Khamenei begrüßte auch den im Inland entwickelten iranischen Coronavirus-Impfstoff, nannte ihn eine Quelle des Stolzes und der Ehre und betonte, dass dies nicht bestritten werden sollte. Er stellte fest, dass die klinischen Tests mit dem iranischen Impfstoff in einem Fall durchgeführt wurden und erfolgreich waren.

„Dies sollte nicht geleugnet werden… Der Impfstoff wurde klinisch getestet. So Gott will, wird auch eine bessere Version in Iran entwickelt. Dies ist eine Quelle des Stolzes und der Würde“, bemerkte das Oberhaupt.

"Die Rückkehr der USA zum JCPOA ist nachteilig, wenn die Sanktionen nicht aufgehoben werden."

Ayatollah Khamenei wies ferner darauf hin, dass Iran keine Eile für die Rückkehr der USA zum Atomabkommen von 2015 hat, das offiziell als Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (JCPOA) bekannt ist.

"Unsere rationale Forderung ist die Aufhebung der Sanktionen. Dies ist das Recht der iranischen Nation, das verletzt wurde. Sie sind dazu verpflichtet... Nur wenn die Sanktionen aufgehoben werden, wird die Rückkehr der USA zum JCPOA etwas bedeuten", Sagte er.

Die Frage der Entschädigung werde erst in der nächsten Phase angesprochen, hob er weiter hervor.

"Aber, wenn die Sanktionen nicht aufgehoben werden, kann ihre Rückkehr zum JCPOA sogar zu unserem Nachteil sein", so das Oberhaupt.

Ayatollah Khamenei sagte, der jüngste Schritt des Parlaments und der Regierung, die Umsetzung der nuklearen Verpflichtungen zu stoppen, sei eine völlig logische, rationale und akzeptable Entscheidung.

"Wenn die andere Seite keine ihrer Verpflichtungen umsetzt, hat es keinen Sinn, dass Iran alle seine Verpflichtungen erfüllt", sagte er.

Er stellte jedoch fest, sollten sie zu ihren Verpflichtungen zurückkehren, werde Iran dasselbe tun.

"Iran wird seine regionalen Freunde weiter stärken"

Das Revolutionsoberhaupt wies an anderer Stelle seiner Rede auf die regionale Präsenz Irans hin und betonte: „Unser System ist verpflichtet, sich so zu verhalten, dass seine Freunde in der Region gestärkt werden.“

„Das ist unsere Pflicht. Unsere Präsenz soll unsere Freunde stärken. Wir sollten nichts tun, um diejenigen zu schwächen, die der Islamischen Republik in der Region treu sind“, bemerkte er.

Ayatollah Khamenei sagte, die Präsenz Irans schaffe Stabilität, und dies wurde in der Frage der Bekämpfung der IS-Terrormiliz und dergleichen bewiesen.

"Daher ist die regionale Präsenz Irans eindeutig und wird weiterhin bestehen", fügte er hinzu.

Er wies auch auf den Widerstand des Westens gegen die Stärkung der Verteidigungsmacht Irans hin und hob hervor: „Das System der Islamischen Republik darf die Verteidigungsmacht des Landes nur auf einem [niedrigen] Niveau halten, damit eine inkompetente Person wie Saddam es wagen würde, unsere Städte zu bombardieren.”

„Heute ist unsere Verteidigungsmacht so groß, dass die Feinde bei ihren Berechnungen die Fähigkeiten Irans berücksichtigen müssen. Wenn unsere Rakete das aufdringliche amerikanische Luftfahrzeug abschießen kann, das in unseren Luftraum eingedrungen ist, und wenn unsere Raketen den Luftwaffenstützpunkt Ain al-Assad auf diese Weise zerstören können, dann muss der Feind bei seinen militärischen Entscheidungen diese Fähigkeiten Irans miteinberechnen“ sagte das Revolutionsoberhaupt.

„Wir haben kein Recht, unser Land wehrlos zu lassen. Wir dürfen nichts tun, was den Feind ermutigt und uns unfähig macht zu reagieren“, fügte Ayatollah Khamenei hinzu.

 

Tags