Jan 14, 2021 12:58 Europe/Berlin
  • Reuters: IAEA bestätigt Produktion von Uranmetall als Kraftstoff für Teheraner Reaktor durch Iran

Wien (Fars News/ParsToday) - Die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat bestätigt, Iran habe am Mittwoch mit der Arbeit an der Produktion von Brennstoff auf Uranmetallbasis im Teheraner Forschungsreaktor begonnen.

"Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Rafael Grossi informierte die IAEA-Mitgliedstaaten über die jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die Pläne Irans, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Uranmetallproduktion durchzuführen. Dies sei Teil seines erklärten Ziels, eine verbesserte Brennstoffart für den Teheraner Forschungsreaktor zu entwickeln", teilte die IAEA in einer Erklärung laut Reuters mit.

In dem von Reuters berichteten vertraulichen IAEA-Bericht an die Mitgliedstaaten hieß es weiter, Iran habe seine Pläne vorgelegt, Uranmetall aus natürlichen Uran herzustellen und es dann als Brennstoff für den Teheraner Forschungsreaktor auf bis zu 20 Prozent anzureichern.

Iran teilte der Agentur am Mittwoch jedoch mit, dass "es keine Beschränkungen für (seine) Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gibt" und "die Modifikation und Installation der relevanten Ausrüstung für die genannten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bereits begonnen hat", berichtete die IAEA.

Der ständige Vertreter Irans bei den internationalen Organisationen in Wien Kazem Gharibabadi kündigte gestern Abend den Beginn der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Produktion von Brennstoff für den Teheraner Forschungsreaktor an. Gharibabadi gab bekannt, der IAEA-Generaldirektor habe die Mitgliedsstaaten darüber informiert.

Diese Tätigkeit werde in drei Phasen durchgeführt. In der ersten Phase werde Uranmetall aus natürlichen Uran hergestellt, so Gharibabadi.

Letzte Woche hat der Regierungssprecher Irans Ali Rabiei den Beginn des Urananreicherungsprozesses auf bis zu 20 Prozent am Standort Fordo südlich von Teheran bekannt gegeben.

Der Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation Behruz Kamalvandi sagte dann in einem Interview mit dem Ersten Iranischen Fernsehen, dass dieser Prozess im Einklang mit der Umsetzung der strategischen Maßnahmen zur Aufhebung der Sanktionen stehe.