Feb 25, 2021 09:15 Europe/Berlin
  • Iran: Sanktionen müssen in kommenden drei Monaten aufgehoben werden

New York (ParsToday) - Der ständige Vertreter Irans bei den Vereinten Nationen hat erklärt, damit Washington seinen Verpflichtungen aus dem Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA/Atomabkommen) wieder nachkomme, bestehe keine Notwendigkeit, erneut zu verhandeln.

Die Sanktionen gegen Iran müssten in den kommenden drei Monaten aufgehoben werden, sagte Majid Takht-Ravanchi am Mittwochabend in einem Interview mit dem Sender al-Jazeera.

Der ständige Vertreter Irans bei den Vereinten Nationen drohte außerdem mit Gengenmaßnahmen, falls die Sanktionen in diesem Zeitraum nicht aufgehoben werden.

Takht-Ravanchi wies außerdem auf die Schritte Irans in Bezug auf das JCPOA hin und fügte hinzu, die Maßnahmen Irans nach dem illegalen Rückzug Washingtons aus dem Atomabkommen bedeuteten keine Eskalation der Spannungen.

EX-US-Präsident Donald Trump hatte am 8. Mai 2018 den einseitigen Ausstieg Washingtons aus dem JCPOA sowie die Wiedereinführung von Sanktionen gegen Teheran angekündigt.

Am 8. Mai 2019, also exakt ein Jahr nach dem einseitigen Rückzug Amerikas, und nach der Unumsetzbarkeit der europäischen Vorschläge zum Ausgleich der durch den US-Ausstieg entstandenen Verluste, entschied Iran, einen Teil seiner nuklearen Verpflichtungen gemäß den Artikeln 26 und 36 des Vertrags auszusetzen.

US-Präsident Joe Biden kritisierte Trumps Rückzug aus dem Nukleardeal und versprach, dem unterzeichneten Abkommen wieder beizutreten, falls Iran zur Einhaltung zurückkehren sollte. Die Islamische Republik Iran teilte aber mit, sie akzeptiere keine Bedingung diesbezüglich. Da die USA den Deal verletzt haben, müssten diese zuerst ihren Verpflichtungen wieder nachkommen, um Vertrauen aufzubauen.

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