Apr 13, 2021 13:52 Europe/Berlin

Teheran (ParsToday) - Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif hat auf die EU-Entscheidung, 8 iranische Verantwortungsträger und 4 Institutionen auf ihre Sanktionsliste zu setzen, reagiert.

Außenminister Zarif sagte am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow in Teheran, Europa sollte sich von leeren und haltlosen Posen bezüglich seiner sogenannten Menschenrechte abwenden und die Fakten betrachten. Die Europäer müssten sich über ihr eigenes Ansehen Gedanken machen, fügte er hinzu und hob hervor: "Europa ist nicht in der moralischen Lage, um der Welt zu predigen,"

Europa, das die Fremfeindlichkeit und Islamfeindlichkeit in dieser schrecklichen Situation für die Muslime geschaffen habe, habe weder das Ansehen noch die Position, iranische Verantwortungsträger zu sanktionieren, fügte der iranische Außenminister hinzu und sagte. "Je früher die Europäer dies verstehen, desto mehr werden sie es erkennen".

Zarif betonte, es gäbe kein Problem für die Rückkehr Irans zur Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan - JCPOA, und warnte: "Die Amerikaner müssen wissen, dass weder Sanktionen noch Sabotage ihnen die Möglichkeit geben wird, mit Iran zu verhandeln, und dass sie damit die Situation nur erschweren werden."

Der russische Außenminister bezeichnete bei dieser Pressekonferenz die EU-Sanktionen gegen Iran als einen großen Fehler, der schlimmer als ein Verbrechen sei, und sagte: "Dieser Ansatz der EU zeigt, dass die Europäer nicht wissen, was in Europa im Bereich der Menschenrechte geschieht".

Lawrow verurteilte zudem jeden Versuch, den Rückkehrprozess zum JCPOA zu stören.

Russlands Haltung bezüglich dem Atomabkommen - JCPOA - sei ganz klar und alle Sanktionen gegen Iran müssten bedingungslos aufgehoben werden, hob Lawrow hervor.

Der russische Außenminister sah die vollständige Umsetzung der JCPOA-Verpflichtungen durch die USA und den Respekt vor den UN-Resolutionen als den einzigen Weg zur Wiederbelebung des Atomabkommens an.  "Wenn die Amerikaner dies nicht tun, werden sie möglicherweise in eine Gefahr mit schlimmen Folgen geraten", warnte Lawrow.

Die Außenminister Irans und Russlands erörterten außerdem weitere  regionale, internationale und bilaterale Fragen, wie die Lage in Syrien, Afghanistan und im Jemen und wirtschaftliche Themen.

Zarif und Lawrow unterzeichneten zudem ein Abkommen über die Einrichtung von Kulturzentren zwischen der Islamischen Republik Iran und Russland.

 

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