Apr 16, 2021 13:16 Europe/Berlin
  • Zarif: Iran vermeidet ernsthaft „Verhandlungen zum Zwecke der Verhandlungen“

Teheran (ParsToday/PressTV) - Der iranische Außenminister hat Gespräche über das Atomabkommen von 2015 ausgeschlossen, die nur zum Zwecke von Gesprächen stattfinden. Der Zeitpunkt und die Dauer der Verhandlungen werden nur von den nationalen Interessen bestimmt.

In einem auf Persisch verfassten Beitrag auf seiner Instagram-Seite dankte Mohammad Javad Zarif dem Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, für die Unterstützung der iranischen Unterhändler, die in Wien sind, um die Fragen im Zusammenhang mit dem Deal zu erörtern. Er sagte die jüngsten Bemerkungen des Revolutionsführers "haben wieder einmal, wie in früheren schwierigen Zeiten, Hoffnungen wiederbelebt und [unsere] Schritte gestärkt."

Der Rat des Oberhaupts, auf Verhandlungen, die in die Länge ziehen und nur Zeit schinden zu verzichten, sei stets wie ein Leuchtfeuer gewesen, sagte Zarif.

"Wir haben 'Verhandlungen zum Zwecke der Verhandlungen' stets als gescheiterte Erfahrung betrachtet und nur verhandelt, um nationale Interessen zu gewährleisten", fügte er hinzu.

In seinen Bemerkungen am Mittwoch warnte Ayatollah Khamenei vor langwierigen Gesprächen mit den an dem JCPOA beteiligten Parteien, nämlich Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Russland und China, und sagte, er habe die iranischen Verhandlungsführer angewiesen, die Gespräche vorerst fortzusetzen.

Revolutionsoberhaupt warnt vor Hinauszögerung der Gespräche über Wiederbelebung des iranischen Atomabkommens

"Genau wie wir in den letzten vier Jahren Gespräche, die nur zu einem Presse-Fototermin führten, abgelehnt haben, werden wir uns auch heute ernsthaft weigern, Verhandlungen nur aus Gründen der Verhandlungen aufzunehmen", sagte Zarif.

Er sagte, die Regierung von Rohani betrachte Verhandlungen als ein mächtiges und legitimes Instrument zur Lösung von Problemen und nicht als Tribüne zum sprechen oder als Bühne zum Fotografieren.

Der Außenminister hoffte auch auf eine bessere Zukunft für die Iraner, voller Freude und Befriedigung und weit weg vom Unglück der Sanktionen und des Coronavirus.