Apr 20, 2021 10:23 Europe/Berlin
  • Iran: 80 Prozent der Corona-Impfstoffe wurden in 10 Industrieländern verbraucht

Teheran (Iran Press/Pars Today) - Der iranische Gesundheitsminister sagte, dass nahezu 80 Prozent der Corona-Impfstoffe in 10 Industrieländern injiziert wurden, während 18 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen den Impfstoff noch nicht erhalten hätten.

"Solange die ganze Welt nicht immun ist und das Virus noch irgendwo zirkuliert, besteht die Gefahr einer Mutation und somit eine Gefahr für die Gesundheit auch in den immunisierten Ländern", sagte Said Namaki am Montag auf einer hochrangigen Sitzung des "Helsinki Policy Council", die sich auf die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Europa und den Ländern am Persischen Golf, im östlichen Mittelmeerraum und Nordafrika, bezüglich der Corona-Pandemiebekämpfung konzentrierte. 

Namaki fuhr fort: "Zu diesem Zeitpunkt haben wir nur eine Lösung, nämlich die Zusammenarbeit aller Nationen, um alle zu impfen, sowie die strenge Einhaltung aller Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, um diese Epidemie zu bekämpfen."

"Die Welt kämpft seit mehr als 15 Monaten gegen Covid-19. In dieser Zeit haben sich weltweit etwa 135 Millionen Menschen infiziert und etwa 3 Millionen sind gestorben", so Namaki weiter.

Der iranische Gesundheitsminister erklärte, Gesundheit kenne keine politischen oder geografischen Grenzen und der Schmerz und die Probleme einer Gruppe von Menschen auf einer Seite der Welt seien mit den Problemen und Schmerzen von Menschen in anderen Teilen verflochten.

"Die Covid-19-Pandemie verbreitete sich schnell auf der ganzen Welt und brachte uns viele Lektionen auf nationaler, regionaler und globaler Ebene, die zeigten, dass die internationale Gemeinschaft nicht auf eine Pandemie vorbereitet war", ergänzte Namaki.

Er fügte hinzu, dass "globale Bereitschaft und rasche Reaktion" in den kommenden Jahrzehnten ganz oben auf der Tagesordnung von Regierungen und internationalen Organisationen stehen sollten. Führung, Solidarität, sektorenübergreifende Zusammenarbeit, evidenzbasierte Interventionen sowie die Koordination zwischen den Ländern seien die Instrumente, die zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie erforderlich sind.

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