Apr 21, 2021 13:10 Europe/Berlin
  • Iran enthüllt ersten Dampfturbinenrotor

Teheran (Press TV/ Tasnim) - Iran hat den ersten Dampfturbinenrotor vorgestellt, der von den Spezialisten des Landes für die Stromerzeugung gebaut wurde, wodurch Iran in die Liga der fünf führenden Hersteller dieser Rotoren aufgenommen wurde.

Der 82,5-Megawatt-Rotor wurde am Dienstag im Rahmen einer virtuellen Zeremonie vorgestellt, an welcher der iranische Energieminister Reza Ardakanian teilnahm.

Mit 2.539 Schaufeln wurde dieser Rotor für eine Nenngeschwindigkeit von 3.000 Umdrehungen pro Minute gebaut und kann Dampftemperaturen von bis zu 510 Grad Celsius standhalten.

Für die Produktion hat das Unternehmen Iran Power Plant Repairs (IPPR) einen von General Electric hergestellten Rotor rückentwickelt, obwohl es keinen Zugang zu dessen Konstruktionsunterlagen und relevanten Zeichnungen hatte sowie keine Möglichkeit, den US-Hersteller zu kontaktieren.

Der Kauf dieses Rotors von ausländischen Lieferanten ohne Berücksichtigung der US-Sanktionen und Geldtransferkomplikationen, hätte Iran 900 Milliarden Rial (rund 3 Millionen Euro) gekostet, jedoch konnte ihn der lokale Hersteller mit nur 350 Milliarden Rial produzieren.

Ardakanian sagte, der reale Wert sei weitaus größer als der Rial-Betrag, der  durch die lokale Produktion eingespart werden konnte. "Die Zuversicht und die moralischen Erfahrungen, die eine solche Produktion schafft, sind mit diesen Zahlen sicherlich nicht messbar", sagte er.

"Sie bringt einen Lichtstrahl in eine sichere Zukunft voller Vitalität, Wohlstand und Entwicklung, nicht nur in unserem Land, sondern auch in der Region", fügte er hinzu.  

Die Umsetzung des Projekts zeige die hohe Kapazität der Humanressourcen in Iran, die viele junge Studenten und Absolventen der Universitäten und technischen und beruflichen Zentren des Landes motivieren könne, sagte Ardakanian weiter.

Das Projekt zur Herstellung von Turbinenschaufeln ist das jüngste Projekt zur Selbstversorgung Irans, das aufgrund der Weigerung internationaler Unternehmen, mit der Islamischen Republik zu kooperieren, an Dynamik gewonnen hat.