May 12, 2021 12:40 Europe/Berlin
  • Iran warnt USA vor unprofessionellem Verhalten in Straße von Hormuz

Teheran (Press TV/ParsToday) - Die iranischen Revolutionsgarden (Sepah) haben die Behauptungen des Pentagon, dass 13 iranische Schnellboote eine Begegnung mit US-Schiffen im Persischen Golf provoziert hätten, zurückgewiesen.

In einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung teilten die iranischen Revolutionsgarden mit, der Bericht der US-Marine über die Begegnung in der strategischen Straße von Hormuz sei "unwahr" sowie Teil einer "Flucht nach vorne"-Strategie. 

Die Revolutionsgarden forderten die US-Marine auf, Abstand von "unprofessionellem Verhalten" zu nehmen und die maritimen Vorschriften einzuhalten.

Zuvor hatte Pentagon-Sprecher John Kirby behauptet, 13 iranische Schnellboote hätten sich mit großer Geschwindigkeit einem Flottenverband aus einem US-U-Boot und sechs Begleitschiffen auf rund 140 Meter genähert. Abgedreht hätten die Boote dann erst, als eines der US-Schiffe rund 30 Warnschüsse abgegeben habe.

Er beschuldigte die Revolutionsgarden, die US-Kriegsschiffe belästigt zu haben und sagte: "Es ist unsicher, es ist unprofessionell. Es sind solche Handlungen, die dazu führen können, dass jemand verletzt wird, und es kann zu echten Fehlkalkulationen in dieser Region führen".

Die Revolutionsgarden erklärten dahingegen, dass die Patrouilleschiffe am Montag ihre "täglichen Routinemissionen in den Gewässern" Irans durchführten, als sie auf sieben US-Schiffe in der Straße von Hormuz stießen. Weiter hieß es in dem Bericht der Revolutionsgarden, dass die Amerikaner unprofessionelles Verhalten, wie das Aussenden von Hubschraubern, das Abschießen von Fackeln sowie zielloses, provokatives Schießen" gezeigt hätten.

Die Marine der Revolutionsgarden hat laut ihrem Bericht zudem die US-Schiffe vor ihrem "gefährlichen und unprofessionellen Verhalten und zur Einhaltung der gesetzlichen Distanz im Rahmen maritimer Anweisungen und Vorschriften" gewarnt, woraufhin die Amerikaner ihr Verhalten korrigierten und ihren Weg fortsetzten.

Die iranischen Revolutionsgarden forderten die Amerikaner ferner auf, nicht auf "falsche Erzählungen und unprofessionelles Verhalten" zurückzugreifen und sich ernsthaft an die internationalen Vorschriften des Seeverkehrs zu halten.

Die "falsche und unwahre" Behauptung des Pentagon-Sprechers über den Vorfall ziele darauf ab, vorzutäuschen, dass die US-Streitkräfte sich für die Verhinderung von Gefahren und Fehlkalkulationen verantwortlich fühlen, so der Bericht..

"Dies geschieht, während es die Amerikaner sind, die durch ihre illegitime Präsenz zur Quelle von Instabilität, Bedrohungen und Gefahren geworden sind und Unsicherheit in der Region verursachen, einschließlich in der Straße von Hormuz und im Persischen Golf", betonten die Revolutionsgarden in ihrer Erklärung.

Der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif reagierte auch auf die Behauptung des Pentagon-Sprechers. In einem Tweet wies Zarif auf die Tatsache hin, dass sich die Gewässer, auf denen die US-Marinekräfte patrouillieren, nahe der iranischen Grenze befinden, und verspottete Washington, und fragte "Genau wessen Küste solltest du "bewachen"?

⁩.@USCG : Exactly whose coast are you supposed to be "guarding"? pic.twitter.com/2NXkg6reve

— Javad Zarif (@JZarif) May 11, 2021