May 14, 2021 14:35 Europe/Berlin

Seit Monaten gärt es in Palästina - und ausgerechnet zum Zuckerfest am Ende des heiligen Fastenmonats Ramadan hat der wegen Korruptionsvorwürfen politisch schwer angeschlagene israelische Ministerpräsident Netanjahu die Lage absichtlich eskalieren lassen: mit vielfachen Unterdrückung- und Vertreibungsmaßnahmen.

Diese Politik, die man eher im Mittelalter vermutet, betreibt Netanjahu seit drei Jahren: Weil er nur als Regierungschef seinem Gerichtsprozess entgeht, der ihn offenbar auch nach seiner eigenen Einschätzung nicht vor Strafe bewahren wird, bricht Israels Regierung ständig neue Krisen in Palästina vom Zaun, durch seine grundsätzlich rechtsbrecherische Politik. Dadurch hofft Netanjahu, die politische Unterstützung im In- und Ausland zu erlangen, die er ohne Blutvergießen, Angst und Unruhe offenbar nicht bekommen kann. In der Al-Aqsa-Moschee trampeln israelische Polizeikräfte auf den Gebetsteppichen herum, legen Feuer und bewerfen knieende Gläubige im Gebet mit Blend- und Tränengasgranaten. Draußen tobt unterdessen eine tanzende Horde radikaler Zionisten zu Rockmusik und skandiert Mordabsichten. Ohne westliche Unterstützung, insbesondere aus Washington, wäre Israel zu dieser weltweit beispiellosen Terrorpolitik nicht in der Lage, sagt der Bundesvorsitzende Christoph Hörstel für DIE NEUE MITTE im Gespräch mit Syed Hedayatollah Schahrokny.

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