Jun 04, 2021 17:14 Europe/Berlin
  • Revolutionsoberhaupt: Revolution von Imam Khomeini ist stärker denn je

Teheran (ParsToday/PressTV) – Das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Seyyed Ali Khamenei, sagt, Iran sei stärker denn je, während das Land den 32. Jahrestag des Todes seines revolutionären Gründers Imam Khomeini begeht.  

„Ich beginne die Rede von hier aus, dass ich unter den revolutionären Systemen und Einrichtungen, die in den letzten ein oder zwei Jahrhunderten gebildet wurden, kein System kenne, deren Zusammenbruch so oft, wie bei der Islamischen Republik vorhergesagt wurde“, sagte das Oberhaupt am Freitag in einer Fernsehansprache. 

„Vom ersten Tag der Revolution an sagten die Missgönner und diejenigen, die dieses großartige Phänomen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Landes nicht verdauen und ertragen konnten, dass die Islamische Republik keine weiteren zwei Monate, sechs Monate oder ein Jahr dauern würde“, sagte er.

„Es war vor ein oder zwei Jahren, als die wertgeschätzten Amerikaner dasselbe sagten und ein hochrangiger amerikanischer Staatsmann erklärte, dass die Islamische Republik ihren 40. Jahrestag nicht erleben werde. Ich kann mich nicht erinnern, dass so viele Vorhersagen über Zerfall und Zusammenbruch über ein anderes System gemacht worden wären", fügte er hinzu.

Ayatollah Khamenei bezog sich offenbar auf die berüchtigte Vorhersage des ehemaligen US-Sicherheitsberaters John Bolton, als er 2017 auf einer Versammlung terroristischen MKO-Gruppe in Paris sprach.

 „Die Revolution von Ayatollah Khomeini wird 1979 nicht bis zu ihrem 40. Geburtstag andauern. Und deshalb werden wir vor 2019 eine Feier in Teheran abhalten“, hatte Bolton auf der Konferenz gesagt.

„Aber Dank Gottes sind die Revolution und das System von Imam Khomeini nicht nur nicht zusammengebrochen, sondern wurden von Tag zu Tag stärker“, sagte Ayatollah Khamenei am Freitag.

„Sie hat nicht kapituliert und nicht aufgegeben, sondern Tag für Tag ihre Unabhängigkeit bewiesen. Sie hat große Erfolge erzielt und Hindernisse überwunden.“

Das Oberhaupt sagte, trotz vieler aufeinanderfolgender politischer, sicherheitstechnischer und wirtschaftlicher Hindernisse, die für Iran geschaffen wurden, "ist die Islamische Republik heute fortgeschrittener als vor 40 Jahren und ist durch die Gnade Gottes in jeder Hinsicht aufgeblüht."

„Es stellt sich die Frage, was das Geheimnis dieser Beständigkeit ist? Warum sah sich die Islamische Republik trotz all dieser Feindseligkeiten nicht dem Schicksal anderer Revolutionen gegenüber? Hier verkünde ich, dass das glorreiche und stolze Geheimnis dieses Systems zwei Worte sind: die Republik und der Islam. Die aus diesen beiden Worten geschaffene Existenz hat jedes Recht, dauerhaft zu bleiben, denn sie umfasst sowohl den Menschen als auch den Islam."

Jedes Jahr zum Jahrestag des Todes von Imam Khomeini findet in seinem Mausoleum im Süden Teherans eine Gedenkzeremonie mit vielen Trauergästen statt.

Wie im letzten Jahr haben die Behörden auch in diesem Jahr die Zeremonie und andere Veranstaltungen im ganzen Land abgesagt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Trotzdem nahmen Menschen in verschiedenen Städten an lokalen Veranstaltungen teil, indem sie soziale Distanzierung beobachteten, um dem verstorbenen Imam Tribut zu zollen.

Ayatollah Khamenei sagte, die herausragende Initiative von Imam Khomeini sei, dass er die Idee der Islamischen Republik geschaffen und eingeführt und dann verwirklicht habe.

„Die großartige Arbeit unseres geschätzten Imams bestand darin, diese Idee und Theorie der Islamischen Republik zu schaffen und sie in das Feld verschiedener politischer Theorien einzuführen, in denen es verschiedene politische Theorien im Osten und Westen gab“, sagte das Oberhaupt und fügte hinzu, dass Imam Khomeini anschließend handelte und seine Theorie in die Praxis umsetzte.

„Der Imam hatte viele Initiativen, aber die Islamische Republik ist die wichtigste Initiative des Imams“, sagte er. "Dies ist dieselbe religiöse Demokratie, die als Islamische Republik bekannt wurde."

Ayatollah Khamenei wandte sich an die Jugend und sagte: "Für Euch, die Jugend, die die Ära vor der Revolution nicht erlebt hat, ist es schwer sie nachzuempfinden."

Er erinnerte, dass die Menschen in ihrem Schicksal überhaupt keine Rolle spielten, besonders während der dunklen Tyrannei der Pahlavi-Dynastie.

„Der Imam brachte die Leute mit einer sprunghaften Bewegung auf das Feld. Die Nation glaubte an sich selbst und der Imam nutzte die große Kapazität der Fähigkeiten und des Willens der Nation, und mit seiner Führung war er in der Lage, sie auf ein Stadium zu bringen, in dem sie große Dinge tun konnte“, fügte er hinzu.

Es gab eine Zeit, fuhr das Oberhaupt fort, als die Islamische Republik ein Schössling war, und jetzt ist sie ein robuster Baum, der von keinem Sturm entwurzelt werden kann.

Großayatollah Seyyed Rouhollah Mousavi Khomeini, besser bekannt als Imam Khomeini, starb am 3. Juni 1989 im Alter von 87 Jahren.

Plan, die Nation zu spalten und die religiöse Demokratie auszurotten 

Ayatollah Khamenei nannte die religiöse Demokratie Irans ein "göttliches Geschenk", warnte jedoch vor Plänen der Feinde, sie zu untergraben. 

„Gott sei Dank hat die iranische Nation nach dem Abgang des Imams dieses göttliche Geschenk und diese religiöse Demokratie bewahrt“, sagte er. 

"Die Feinde Irans, die alle möglichen Anstrengungen unternahmen, um die Menschen auseinanderzubringen und sie dazu zu bringen ihren Glauben an die religiöse Demokratie zu verlieren, scheiterten in ihrem Komplott und jedes Mal, wenn sie einen neuen Weg versuchten, standen sie der stählernen Barriere des iranischen Volkes gegenüber", sagte das Oberhaupt.

„Heute geschieht dasselbe. Die Feinde liegen im Hinterhalt, um einen Keil zwischen das Volk und das islamische System zu treiben, aber sie stehen vor der stählernen Barriere des iranischen Volkes. Sie planten sowohl eine sicherheitsbezogene als auch eine intellektuelle Invasion, die alle fehlgeschlagen sind. ”

Ayatollah Khamenei sagte, es gebe einige Leute in Iran, die entweder wissentlich oder unwissentlich die Behauptungen der Feinde wiederholen.

„Die Vorstellung, dass Demokratie nicht mit Religion einhergeht, ist die Behauptung der Feinde. Natürlich mögen manche dies aus Nachlässigkeit wiederholen. Sie sollten wissen, dass dies das Gerede des Feindes ist und der Feind den Islam ausrotten will … Es ist ein großer Fehler, wenn wir die Demokratie vom islamischen Denken und Geist entfremden.“

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