Oct 12, 2021 08:20 Europe/Berlin
  • Uljanow: Wiener Gespräche sollten nicht von Anfang an wieder aufgenommen werden

Wien (IRNA) - Michail Uljanow, Russlands ständiger Vertreter bei den Internationalen Organisationen in Wien, sagte, dass die Wiener Gespräche bezüglich des Atomabkommens -JCPOA- nicht von Anfang an wieder aufgenommen werden sollten.

Auf seiner Twitter-Seite brachte Uljanow gestern seine Zufriedenheit mit den Äußerungen des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Said Khatibzadeh, über die weitere Interaktion bezüglich des JCPOA bei den Wiener Gesprächen zum Ausdruck, und bezeichnete dies als gute Nachricht.

"Während der letzten sechs Gesprächsrunden wurden sehr nützliche und bedeutende Fortschritte erzielt", schrieb der russische Diplomat.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums sagte am Montag auf einer Pressekonferenz zu den neuesten Entwicklungen bei den Atomgesprächen: "Die Wiener Gespräche finden statt" und fügte hinzu: "Im Außenministerium werden Verhandlungen geführt, während technische Gespräche im Gange sind, um die strikte Umsetzung des Umfassenden Aktionsplans -JCPOA- zu gewährleisten. Es ist nicht vereinbart, einen neuen Text zu verfassen. Die Teamzusammensetzung richtet sich nach den Erfordernissen. Früher waren auch von anderen Ministerien Vertreter dabei und dieses Mal wird es dasselbe sein."

Auf eine Frage nach dem Zeitpunkt der Rückkehr zu den Wiener Gesprächen sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums: "Ich gehe davon aus, dass der Zeitpunkt der Rückkehr zu den Gesprächen kürzer ist als die Zeit für die USA, zu den Gesprächen zurückzukehren."

"Die Zusammenfassung der Wiener Gespräche geht rund um die Uhr. Selbst eine Stunde nach der internen Zusammenfassung und Überprüfung verschwenden wir keine Zeit damit, die Geschichte zusammenzufassen", so Khatibzadeh.

Die Wiener Gespräche zwischen Iran und den Mitgliedern der G4+1 sowie den USA sind seit Juni 2021 ausgesetzt, Moskau hat wiederholt angekündigt, die Gespräche wieder aufnehmen zu wollen.

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