Oct 13, 2021 12:36 Europe/Berlin
  • Teheran wird Gastgeber einer Afghanistan-Konferenz

Teheran (Press TV/ ParsToday) - Ein hochrangiger Regierungsverantwortlicher im iranischen Außenministerium hat mitgeteilt, Teheran werde demnächst ein Treffen von Spitzendiplomaten aus den Nachbarstaaten Afghanistans veranstalten, Wochen nachdem die Taliban das Land übernommen und eine neue Übergangsregierung in Kabul gebildet haben.

"Es gibt erhebliche diplomatische Aktivitäten, um die Entwicklungen in Afghanistan zu verstehen und Einfluss auf die Zukunft des Landes zu nehmen. Verschiedene Länder verfolgen verschiedene diplomatische Mechanismen", schrieb der Generaldirektor der Abteilung für südasiatische Angelegenheiten im iranischen Außenministerium Rasoul Mousavi am Montagabend auf Twitter.

"Afghanistans Zukunft hängt von der regionalen Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn ab. In Kürze findet in Teheran ein Treffen von Außenministern der Nachbarländer Afghanistans statt", erklärte Mousavi.

Am 8. September 2021 veranstaltete Pakistan eine virtuelle Konferenz, bei der die Außenminister der sechs Nachbarländer Afghanistans, China, Iran, Pakistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan, zusammenkamen, um eine Strategie zu Afghanistan zu diskutieren. In der Eröffnungserklärung der Konferenz wurde betont, dass die Nachbarn eine engere Zusammenarbeit vereinbart hätten, um eine drohende humanitäre Katastrophe in Afghanistan zu verhindern.

Guterres forderte Welt auf, Afghanistan zu unterstützen

Ebenfalls warnte UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Montag, dass Afghanistan "ein entscheidender Moment bevorsteht" und er forderte die Welt auf, den Zusammenbruch der Wirtschaft dieses Landes zu verhindern.

"Ich fordere die Welt auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Zusammenbruch der afghanischen Wirtschaft zu verhindern und der Wirtschaft Liquidität zu geben", sagte Guterres vor Reportern in New York.

Derzeit kollabiere die afghanische Wirtschaft durch das Einfrieren von Vermögenswerten und die Einstellung der Entwicklungshilfe.

"Vielerorts werden Banken geschlossen und grundlegende Dienstleistungen wie im Gesundheitswesen ausgesetzt. Wir müssen einen Weg finden, die Wirtschaft Afghanistans wieder zum Atmen zu bringen", erklärte der UN-Generalsekretär.

Der UN-Chef warnte außerdem vor den schlimmen Folgen der humanitären Krise in Afghanistan.

Das US-Militär führte 2001 die Invasion in Afghanistan an, die als Krieg gegen den Terror ausgerufen wurde, um die Taliban und andere terroristische Gruppen auszurotten. Zwanzig Jahre später ist das erklärte Ziel jedoch noch lange nicht erreicht und die Taliban haben nach dem Abzug der ausländischen Truppen wieder die Macht in diesem Land übernommen.

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