Dez 02, 2021 19:56 Europe/Berlin
  • Iran: Delegierte in Wien nehmen Anweisungen des israelischen Premierministers nicht an

Teheran (ParsToday/PressTV) - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat die jüngsten Äußerungen des israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett, der die Weltmächte aufgefordert hat, die laufenden Gespräche in der österreichischen Hauptstadt über die Aufhebung der Iran-Sanktionen unverzüglich einzustellen, kritisiert und erklärt, dass Verhandlungsdelegierte keine Befehle von Bennett entgegennehmen.

Saeed Khatibzadeh machte diese Äußerungen in einem Tweet am Donnerstag, in dem er sagte, dass Bennetts Forderung nach einem sofortigen Stopp der Verhandlungen in Wien erneut die wahre Farbe des zionistischen Regimes enthüllte.

Der iranische Diplomat fügte jedoch hinzu, dass die Äußerungen des israelischen Premierministers keine Überraschung seien, da das Regime, „dessen Entstehungsgeschichte auf Krieg, Spannungen und Terror beruht“, den Dialog immer verachtet habe.

Khatibzadeh betonte daraufhin: „Die Delegierten in Wien nehmen keine Anweisungen von Beit Aghion an“, und bezog sich dabei auf den Namen des Amtssitzes des israelischen Ministerpräsidenten.

As #ViennaTalks advances, Israeli regime shows its true color again, calling for immediate halt of negotiations.Not surprising. Dialogue is always despised by the regime whose genesis is based on war, tension & terror.Delegates in Vienna won't take instruction from Beit Aghion.

— Saeed Khatibzadeh | سعید خطیب‌زاده (@SKhatibzadeh) December 2, 2021

Bennett hatte früher am Tag in einem Telefonat mit US-Außenminister Antony Blinken behauptet, dass „Iran nukleare Erpressung als Verhandlungstaktik durchführt, und dies sollte durch den sofortigen Verhandlungsstopp und die Umsetzung harter Schritte seitens der Weltmächte beantwortet werden.“

Diese Äußerungen kamen nach dem Besuch des israelischen Außenministers in Großbritannien und Frankreich Anfang dieser Woche, um sicherzustellen, dass die Bankensanktionen gegen Iran bestehen bleiben.

Einen Tag zuvor hatte Khatibzadeh gewarnt, dass das israelische Regime versuche, mögliche Fortschritte bei den laufenden Gesprächen in Wien über die Aufhebung der illegalen und unmenschlichen Sanktionen der USA gegen die Islamische Republik zu behindern.

„Das israelische Regime, dessen Existenz auf Spannungen beruht, ist wieder dabei, Lügen zu posaunen, um die Wiener Gespräche zu vergiften“, sagte Khatibzadeh in einem Tweet.

In der österreichischen Hauptstadt ist am Montag die siebte Gesprächsrunde gestartet.

Ein hochrangiges Mitglied des iranischen Verhandlungsteams sagte gegenüber Press TV, dass Iran mit „klaren Forderungen und Vorschlägen“ in die siebte Verhandlungsrunde in Wien eingetreten sei und bereit sei, sich so lange wie nötig zu engagieren, aber die Forderungen und Rechte des Landes nicht aufopfern werde.

„Die Islamische Republik ist mit vollem Ernst nach Wien gekommen und verhandelt mit transparenten Forderungen und Vorschlägen“, sagte die Quelle am Mittwoch gegenüber Press TV unter der Bedingung der Anonymität.

Das Land, fügte die Quelle hinzu, „ist bereit, intensive Gespräche so lange wie nötig fortzusetzen, [aber] es wird nicht bereit sein, seine prinzipiellen Forderungen und die Rechte der iranischen Nation für bloße künstliche Fristen oder Zeitpläne zu opfern.“

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